Gestern war ich mit Thea spontan schwimmen gegangen. Noah war zu einem Geburtstag eingeladen und Florian war mit der Gartenarbeit beschäftigt. Das Wetter war zwar nicht besonders gut, aber Thea und ich hatten lieber Lust zu schwimmen, als Florian im Garten zu helfen.
Es war wenig los und wie immer wollte ich Thea motivieren, ein bisschen für den Freischwimmer zu üben. Aber wie immer hatte sie keine Lust dazu. Und wie immer sagte ich zu ihr, wenn sie nie üben würde, würde sie nie das Freischwimmer-Abzeichen bekommen. Das lies sie sich aber diesmal nicht gefallen.
Thea: Oh Mama, hör doch auf, mich ständig mit dem Freischwimmer-Abzeichen zu nerven.
Ich: Willst du denn nicht auch den Freischwimmer machen?
Thea: Doch, ich mach das schon irgendwann.
Ich: Nein, dann mach es jetzt, dann nerv ich dich nicht mehr damit.
Thea: Also gut, wenn es unbedingt sein muss...
Ich: Ok, dann lesen wir uns mal auf meinem Handy die Baderegeln durch. Oder kannst du sie schon?
Thea: Klar, kann ich sie!
Dann las ihr ihr die 15 Baderegeln vor und dachte jetzt würde sie bestimmt einen Rückzieher machen. Aber sie kannte schon fast alle Regeln und sie wollte es durchziehen. Also sprach ich eine Bademeisterin an und dann ging es gleich los.
Ein bisschen nervös war ich schon. Würde sie sich trauen ohne Schwimmbrille in zwei Meter Tiefe zu tauchen und einen Ring holen? Schaffte sie tatsächlich die 200 m in einer Viertelstunde? Und konnte sie sich die Baderegeln nach einmal vorlesen wirklich merken?
Aber es war alles kein Problem: Die 200 m Brustschwimmen schaffte sie in 11,36 Min, vom Einer springen fand sie richtig langweilig (schließlich ist sie schon ein paar mal vom Dreier gesprungen) und ohne Taucherbrille in 2 Meter Tiefe tauchen und einen Ring holen ist doch Baby-leicht.
Ich war so stolz auf sie! Noah hatte das Freischwimmer-Abzeichen erst mit 9 Jahren geschafft und Thea ist gerade mal 7. Außerdem haben wir gar nicht dafür geübt und sie zieht das einfach so durch.
Natürlich belohnte ich sie mit einem Riesen-Eis und als wir nach Hause kamen erzählte ich sofort Florian und Noah davon. Dann rief meine Mutter an und auch ihr erzählte ich von Theas Freischwimmer. Und als sie im Bett war gab ich ihr noch einen ganz dicken Kuss.
Ich: Gute Nacht, du Freischwimmerin.
Thea: Gute Nacht, Mama.
Ich: Schlaf gut mein Schatz. Ich bin so stolz auf dich!
Da sah sie mich genervt an.
Thea: Wieso bist du eigentlich so stolz auf mich wegen diesem Freischwimmer-Abzeichen?
Da war ich sprachlos.
Aber ja, sie hat recht. Wieso bin ich, die Mutter der aller besten Tochter der Welt, denn so stolz auf sie, nur weil sie den Freischwimmer gemacht hat?
Das ist doch eine Kleinigkeit!
Monday, 8 August 2016
Tuesday, 2 August 2016
Das unbefristete Verhältnis der Maria M.
Gestern habe ich festgestellt, dass ich schon ganz lange keine Hochs und Tiefs mehr geschrieben habe. Irgendwie habe ich es fast vergessen. Mein Leben plätschert so vor sich hin...
Doch heute hatte ich ein riesengroßes Hoch: Heute wurde mein Arbeitsvertrag entfristet. Das heißt, dass ich jetzt unbefristet angestellt bin. Ein unbefristeter Vertag! So etwas hatte ich noch nie!
Ich bin unheimlich froh darüber. Das gibt mir einfach eine Sicherheit, dass ich mich nicht bald schon wieder um irgendwelche Stellenangebote umschauen muss, dass ich mir nicht Sorgen machen muss, ob sie mich übernehmen werden oder meinen Vertrag einfach auslaufen lassen. Jetzt werden sie mich, schwerbehindert und unbefristet, nicht so schnell wieder los. Das tut gut und beruhigt mich unheimlich.
Die Arbeit, die ich mache ist zwar einfach und manchmal auch ein bisschen stupide - ganz anders, als das was ich früher gemacht habe. Danach trauere ich immer noch so sehr! Aber nach meiner Hirn-OP ist mein Leben einfach ganz anders und ich bin froh überhaupt etwas neues gefunden zu haben. Ich habe nette Kolleginnen und eine gute Chefin, das Büro ist sehr gut erreichbar und die Arbeitszeiten sind ok. Der Verdienst könnte schon ein bisschen höher sein, aber dann ist der Anspruch an die Tätigkeit auch höher - und das will ich nicht. Das traue ich mir einfach nicht zu. Noch nicht.
Doch am besten ist das Gefühl, dass meine Chefin mit mir zufrieden ist und mich weiter bei sich haben möchte.
Doch heute hatte ich ein riesengroßes Hoch: Heute wurde mein Arbeitsvertrag entfristet. Das heißt, dass ich jetzt unbefristet angestellt bin. Ein unbefristeter Vertag! So etwas hatte ich noch nie!
Ich bin unheimlich froh darüber. Das gibt mir einfach eine Sicherheit, dass ich mich nicht bald schon wieder um irgendwelche Stellenangebote umschauen muss, dass ich mir nicht Sorgen machen muss, ob sie mich übernehmen werden oder meinen Vertrag einfach auslaufen lassen. Jetzt werden sie mich, schwerbehindert und unbefristet, nicht so schnell wieder los. Das tut gut und beruhigt mich unheimlich.
Die Arbeit, die ich mache ist zwar einfach und manchmal auch ein bisschen stupide - ganz anders, als das was ich früher gemacht habe. Danach trauere ich immer noch so sehr! Aber nach meiner Hirn-OP ist mein Leben einfach ganz anders und ich bin froh überhaupt etwas neues gefunden zu haben. Ich habe nette Kolleginnen und eine gute Chefin, das Büro ist sehr gut erreichbar und die Arbeitszeiten sind ok. Der Verdienst könnte schon ein bisschen höher sein, aber dann ist der Anspruch an die Tätigkeit auch höher - und das will ich nicht. Das traue ich mir einfach nicht zu. Noch nicht.
Doch am besten ist das Gefühl, dass meine Chefin mit mir zufrieden ist und mich weiter bei sich haben möchte.
Monday, 1 August 2016
In meinem wilden Herzen (II)
In meinem wilden Herzen
Da fehlt ein Stück von mir
Kostbar wie Gold und Silber
zerrissen wie Papier
In meinem wilden Herzen
ist nur noch Elfenbein
in einem tiefen Graben
verlassen und allein
(ca.2011)
Da fehlt ein Stück von mir
Kostbar wie Gold und Silber
zerrissen wie Papier
In meinem wilden Herzen
ist nur noch Elfenbein
in einem tiefen Graben
verlassen und allein
(ca.2011)
Monday, 25 July 2016
Der Putsch von Mario Gomez und mir
Vor lauter Anschlägen in Deutschland und Frankreich gerät der Putschversuch in der Türkei fast in Vergessenheit. Obwohl das im Gegensatz zu den Anschlägen auch eine schwerwiegende politische Krise ist.
Erdogan hat den Ausnahmezustand verhängt und schon mehr als 30.000 Personen festnehmen lassen. Außerdem verkündet er auch ernsthafte Überlegungen, die Todesstrafe wieder einzuführen und kündigt noch weitere Festnahmen an. Alles zum Schutz der Bevölkerung - behauptet er. Dabei gewährt der Ausnahmezustand Erdogan auch weitgehende Möglichkeiten, die Rechte der Bevölkerung einzuschränken. Alles was ihm nicht passt, wird abgeschafft oder verhaftet. Da ist der Weg zu einer Diktatur gar nicht mehr weit.
Und das ist wohl noch lange nicht alles. Was machen denn die armen Deutschen, die das ganze Jahr Geld für ihren Urlaub in der Türkei gespart haben? Stornieren und in Deutschland bleiben? Das ist doch schade, in Deutschland leben so wenig türkische Menschen.
Doch obwohl mir dieses gravierende Probleme bewusst ist, gibt es da auch einen kleinen positiven Nebeneffekt.
Mario Gomez überlegt sehr ernsthaft, ob er bei dieser schwerwiegenden politischen Lage seinen Verein Besiktas Istanbul verlässt.
Also Mario, es wird höchste Zeit! Komm zurück nach Deutschland!
Komm zum VfB Stuttgart zurück und hol die Schwaben aus ihrem Schlammassel in der zweiten Bundesliga!
Ich finde das ist doch ein toller Putsch in der deutschen Fußball-Welt.
Erdogan hat den Ausnahmezustand verhängt und schon mehr als 30.000 Personen festnehmen lassen. Außerdem verkündet er auch ernsthafte Überlegungen, die Todesstrafe wieder einzuführen und kündigt noch weitere Festnahmen an. Alles zum Schutz der Bevölkerung - behauptet er. Dabei gewährt der Ausnahmezustand Erdogan auch weitgehende Möglichkeiten, die Rechte der Bevölkerung einzuschränken. Alles was ihm nicht passt, wird abgeschafft oder verhaftet. Da ist der Weg zu einer Diktatur gar nicht mehr weit.
Und das ist wohl noch lange nicht alles. Was machen denn die armen Deutschen, die das ganze Jahr Geld für ihren Urlaub in der Türkei gespart haben? Stornieren und in Deutschland bleiben? Das ist doch schade, in Deutschland leben so wenig türkische Menschen.
Doch obwohl mir dieses gravierende Probleme bewusst ist, gibt es da auch einen kleinen positiven Nebeneffekt.
Mario Gomez überlegt sehr ernsthaft, ob er bei dieser schwerwiegenden politischen Lage seinen Verein Besiktas Istanbul verlässt.
Das kann ich wirklich verstehen, schließlich haben sie heute auch schon Haftbefehle gegen Journalisten verhängt. Vielleicht erwischt es morgen auch die Fußballprofis?
Also Mario, es wird höchste Zeit! Komm zurück nach Deutschland!
Komm zum VfB Stuttgart zurück und hol die Schwaben aus ihrem Schlammassel in der zweiten Bundesliga!
Ich finde das ist doch ein toller Putsch in der deutschen Fußball-Welt.
Tuesday, 19 July 2016
Niki de Saint Phalle, Christo und wir
Hilfe, wie lange habe ich nicht mehr geschrieben! Dabei hatte ich mir doch vorgenommen im Urlaub ganz viel zu schreiben und ganz viel zu lesen und die Zeit genießen!
Vor allem letzteres habe ich getan und der Urlaub war auch richtig schön. Aber mit zwei Kindern und ganz vielen Ideen, die man hat, bleibt nicht mehr viel Zeit übrig.
Wir waren in Italien und hatten wunderbares Wetter und eine tolle Zeit. Ich wollte schon seit langem in die Toskana, weil dort der Tarotgarten von Niki de Saint Phalle ist, den ich schon seit meinem Studium anschauen will. Dieses Jahr habe ich es endlich gemacht und die weite Fahrt hat sich gelohnt, auch Florian und die Kinder waren begeistert. Es ist wirklich beeindruckend! Die Skulpturen sind so groß und bunt und phantasievoll! Für die Kinder war es nicht "Kunst" sondern einfach wie ein ganz toller Spielplatz, zum Erkunden und Klettern und Erleben.
Dass nicht alles von Niki de Saint Phalle, nur weil es bunt und verspielt wirkt, positiv ist, habe ich ihnen nicht gesagt - aber den runterhängenden Kopf fanden sie doch ein bisschen mulmig. Doch ich finde, das was wirklich wichtig ist, ist, dass es eine Kunst ist, die ganz nahe an den Betrachtern ist. Eine Kunst, die man nicht nur von weitem anguckt und bewundert, sondern eine Kunst, die man anfassen, begehen, empfinden, nachvollziehen, genießen kann. Ich habe es genossen. Und Noah und Thea auch.
Sehr gerne würde ich jetzt noch ein bisschen mehr darüber schreiben, schließlich hat es einen Grund, weshalb ich dorthin wollte, weshalb ich Niki de Saint Phalle kenne, weshalb ich sie so liebe. Aber das ist eine lange Geschichte, und die kann ich nicht einfach so mal schreiben...
Aber in unserem Urlaub war der Tarotgarten nicht das einzige Kunstwerk, das wir uns angesehen haben. Denn gerade in der Zeit unseres Urlaubs waren am Lago Iseo die "Floating Piers" von Christo zusehen. Und diese Chance haben wir genutzt und sind auch dorthin gefahren. Das lange Anstehen in der Sonne bis wir überhaupt dorthin kamen, war sehr anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Es war toll! Wackelig über einen großen See zu gehen, einfach (teilweise sogar barfuß!) auf einem sehr angenehmen Stoff, in einer wunderbaren Farbe, mit vielen anderen Menschen, die das gleiche empfinden und genießen. Toll!
Als wir endlich am Ufer ankamen und auf die Wasserstraße gehen durften war ich begeistert, Florian froh endlich nicht mehr in der Schlange stehen zu müssen, und Noah und Thea genervt.
Ich: Wow...
Thea: Und was ist jetzt das besondere daran?
Ich: Naja...
Noah: Dass es KUNST ist.
Thea: Müssen wir jetzt bis zu der Insel da gehen?
Florian: Nicht nur, da geht es auch noch einmal um die Ecke...
Noah: WAS???
Ich: Jetzt mal ganz ruhig... Da vorne gibt es Eis. Danach sehen wir weiter...
Und wir haben es tatsächlich geschafft: mit zweimal Eis essen, ein paarmal Pause machen, tausend Fotos schießen und zwei Liter Wasser trinken. Als wir dann um 22.34 Uhr in den Betten lagen und uns im Dunkeln noch einmal darüber unterhalten hatten, waren wir uns einig. Es hat sich gelohnt. Und die acht Kilometer in über 30 Grad gehen haben Noah und Thea super mitgemacht. Es war toll.
Wie der Rest des Urlaubs.
Vor allem letzteres habe ich getan und der Urlaub war auch richtig schön. Aber mit zwei Kindern und ganz vielen Ideen, die man hat, bleibt nicht mehr viel Zeit übrig.
Wir waren in Italien und hatten wunderbares Wetter und eine tolle Zeit. Ich wollte schon seit langem in die Toskana, weil dort der Tarotgarten von Niki de Saint Phalle ist, den ich schon seit meinem Studium anschauen will. Dieses Jahr habe ich es endlich gemacht und die weite Fahrt hat sich gelohnt, auch Florian und die Kinder waren begeistert. Es ist wirklich beeindruckend! Die Skulpturen sind so groß und bunt und phantasievoll! Für die Kinder war es nicht "Kunst" sondern einfach wie ein ganz toller Spielplatz, zum Erkunden und Klettern und Erleben.
Dass nicht alles von Niki de Saint Phalle, nur weil es bunt und verspielt wirkt, positiv ist, habe ich ihnen nicht gesagt - aber den runterhängenden Kopf fanden sie doch ein bisschen mulmig. Doch ich finde, das was wirklich wichtig ist, ist, dass es eine Kunst ist, die ganz nahe an den Betrachtern ist. Eine Kunst, die man nicht nur von weitem anguckt und bewundert, sondern eine Kunst, die man anfassen, begehen, empfinden, nachvollziehen, genießen kann. Ich habe es genossen. Und Noah und Thea auch.
Sehr gerne würde ich jetzt noch ein bisschen mehr darüber schreiben, schließlich hat es einen Grund, weshalb ich dorthin wollte, weshalb ich Niki de Saint Phalle kenne, weshalb ich sie so liebe. Aber das ist eine lange Geschichte, und die kann ich nicht einfach so mal schreiben...
Aber in unserem Urlaub war der Tarotgarten nicht das einzige Kunstwerk, das wir uns angesehen haben. Denn gerade in der Zeit unseres Urlaubs waren am Lago Iseo die "Floating Piers" von Christo zusehen. Und diese Chance haben wir genutzt und sind auch dorthin gefahren. Das lange Anstehen in der Sonne bis wir überhaupt dorthin kamen, war sehr anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Es war toll! Wackelig über einen großen See zu gehen, einfach (teilweise sogar barfuß!) auf einem sehr angenehmen Stoff, in einer wunderbaren Farbe, mit vielen anderen Menschen, die das gleiche empfinden und genießen. Toll!
Als wir endlich am Ufer ankamen und auf die Wasserstraße gehen durften war ich begeistert, Florian froh endlich nicht mehr in der Schlange stehen zu müssen, und Noah und Thea genervt.
Ich: Wow...
Thea: Und was ist jetzt das besondere daran?
Ich: Naja...
Noah: Dass es KUNST ist.
Thea: Müssen wir jetzt bis zu der Insel da gehen?
Florian: Nicht nur, da geht es auch noch einmal um die Ecke...
Noah: WAS???
Ich: Jetzt mal ganz ruhig... Da vorne gibt es Eis. Danach sehen wir weiter...
Und wir haben es tatsächlich geschafft: mit zweimal Eis essen, ein paarmal Pause machen, tausend Fotos schießen und zwei Liter Wasser trinken. Als wir dann um 22.34 Uhr in den Betten lagen und uns im Dunkeln noch einmal darüber unterhalten hatten, waren wir uns einig. Es hat sich gelohnt. Und die acht Kilometer in über 30 Grad gehen haben Noah und Thea super mitgemacht. Es war toll.
Wie der Rest des Urlaubs.
Sunday, 26 June 2016
Dicke Lippe
Heute war ich mit Thea und Noah in der Stadt, um ein paar Sachen für den Urlaub zu kaufen. Ein Badeanzug für Thea, ein Paar Sandalen für Noah, Sonnencreme und für beide eine Cap. Außerdem: ein paar glitzernde Klackerschuhe mit Absatz, einen Wasserball, zwei Wasserpistolen, das offizielle Buch zur Fußball-EM für Noah, für Thea die Bibbi und Tina Zeitschrift, eine CD für die Fahrt und jede Menge Süßkram.
Nach zweieinhalb Stunden hatte ich ca zweihundertvierzig Euro ausgegeben, schleppte drei proppenvolle, schwere Tüten hinter mir her und war völlig durchgeschwitzt. Ich wollte nur noch nach Hause und guckte auf die Uhr. Der nächste Bus fuhr in fünf Minuten. Da ich keine Lust hatte, in der Hitze noch auf den nächsten Bus zu warten, trieb ich die Kinder an und wir hetzten zur Bushaltestelle. Und wie das so ist, wenn man es sehr eilig hat, kam etwas verheerendes dazwischen. Thea stolperte über eine Coladose, fiel auf dem Boden und fing sofort an zu weinen. Erstaunlicherweise waren sowohl die Knie als auch die Hände heil geblieben, aber aus unerklärlichen Gründen hatte sie sich auf die Lippe gebissen und Thea weinte und weinte. Ich war schweißnass und völlig fertig, und die Leute um uns herum starrten mich an. Ich nahm sie in den Arm, schwitzte noch mehr und guckte hilflos um mich rum.
Glücklicherweise entdeckte ich ein Eiscafe in der Nähe und mir kam die rettende Idee. Ein Eis kühlt, schmeckt und lenkt ab. Und es klappte. Sie hörte schon beim in der Schlange stehen auf zu weinen und diskutierte mit Noah angeregt über die Sorten, auf die sie Lust hatten.
Als wir endlich an der Reihe waren entschied sich Noah für Heidelbeere und Thea für Schlumpfeis. Die Farbe sah tatsächlich aus wie diese blauen Mützen der Schlümpfe, aber einen Geschmack von blauen Mützen konnte ich mir bei Laibe nicht vorstellen. Doch Thea war zufrieden und weinte nicht mehr.
Noah hatte das Eis in weniger als fünf Minuten aufgegessen und Thea genoss ihr Schlumpfeis geschlagene 30 Minuten. In der Zeit lief mir der Schweiß den Rücken runter, Noah klärte mich über die besten Abwehrspieler der EM auf, und ich sah sehnsüchtig drei Bussen hinterher.
Als sie endlich fertig war, war der vierte Bus gerade wieder vorbei gefahren und wir gingen langsam Richtung Bushaltestelle. Plötzlich blieb Thea abrupt stehen.
Thea: Oh Gott!
Ich (überrascht): Was ist los?
Thea: Das Eis hat nicht gewirkt.
Noah (genervt): Spinnst du???
Ich (fassungslos): WIE BITTE???
Thea: Ja, es tut wieder weh.
Ich (völlig fertig): Das kann doch nicht sein, nach einer dreiviertel Stunde!
Thea: Doch, wirklich. Das Schlumpfeis hat nicht gewirkt.
Ich (sprachlos)
Noah (grinsend): Wirklich?
Thea: Ja. Vielleicht sollte ich es mit einer anderen Sorte versuchen..?
Noah (begeistert): Gute Idee, Heidelbeere kann ich dir wirklich empfehlen.
Thea: Ok, dann nehme ich Heidelbeere.
Noah: Und ich Schlumpfeis.
Da musste ich wirklich grinsen, denn zufälligerweise war direkt in unserer Nähe eine andere Eisdiele. Aber den nächsten Bus verpassten wir nicht.
Ich hatte die Schnauze voll.
Nach zweieinhalb Stunden hatte ich ca zweihundertvierzig Euro ausgegeben, schleppte drei proppenvolle, schwere Tüten hinter mir her und war völlig durchgeschwitzt. Ich wollte nur noch nach Hause und guckte auf die Uhr. Der nächste Bus fuhr in fünf Minuten. Da ich keine Lust hatte, in der Hitze noch auf den nächsten Bus zu warten, trieb ich die Kinder an und wir hetzten zur Bushaltestelle. Und wie das so ist, wenn man es sehr eilig hat, kam etwas verheerendes dazwischen. Thea stolperte über eine Coladose, fiel auf dem Boden und fing sofort an zu weinen. Erstaunlicherweise waren sowohl die Knie als auch die Hände heil geblieben, aber aus unerklärlichen Gründen hatte sie sich auf die Lippe gebissen und Thea weinte und weinte. Ich war schweißnass und völlig fertig, und die Leute um uns herum starrten mich an. Ich nahm sie in den Arm, schwitzte noch mehr und guckte hilflos um mich rum.
Glücklicherweise entdeckte ich ein Eiscafe in der Nähe und mir kam die rettende Idee. Ein Eis kühlt, schmeckt und lenkt ab. Und es klappte. Sie hörte schon beim in der Schlange stehen auf zu weinen und diskutierte mit Noah angeregt über die Sorten, auf die sie Lust hatten.
Als wir endlich an der Reihe waren entschied sich Noah für Heidelbeere und Thea für Schlumpfeis. Die Farbe sah tatsächlich aus wie diese blauen Mützen der Schlümpfe, aber einen Geschmack von blauen Mützen konnte ich mir bei Laibe nicht vorstellen. Doch Thea war zufrieden und weinte nicht mehr.
Noah hatte das Eis in weniger als fünf Minuten aufgegessen und Thea genoss ihr Schlumpfeis geschlagene 30 Minuten. In der Zeit lief mir der Schweiß den Rücken runter, Noah klärte mich über die besten Abwehrspieler der EM auf, und ich sah sehnsüchtig drei Bussen hinterher.
Als sie endlich fertig war, war der vierte Bus gerade wieder vorbei gefahren und wir gingen langsam Richtung Bushaltestelle. Plötzlich blieb Thea abrupt stehen.
Thea: Oh Gott!
Ich (überrascht): Was ist los?
Thea: Das Eis hat nicht gewirkt.
Noah (genervt): Spinnst du???
Ich (fassungslos): WIE BITTE???
Thea: Ja, es tut wieder weh.
Ich (völlig fertig): Das kann doch nicht sein, nach einer dreiviertel Stunde!
Thea: Doch, wirklich. Das Schlumpfeis hat nicht gewirkt.
Ich (sprachlos)
Noah (grinsend): Wirklich?
Thea: Ja. Vielleicht sollte ich es mit einer anderen Sorte versuchen..?
Noah (begeistert): Gute Idee, Heidelbeere kann ich dir wirklich empfehlen.
Thea: Ok, dann nehme ich Heidelbeere.
Noah: Und ich Schlumpfeis.
Da musste ich wirklich grinsen, denn zufälligerweise war direkt in unserer Nähe eine andere Eisdiele. Aber den nächsten Bus verpassten wir nicht.
Ich hatte die Schnauze voll.
Wednesday, 15 June 2016
Die wilde Geschichte der Nervensägen (Teil 2)
Nachdem ich Thea und Noah die Geschichte der Epilepsie erzählt hatte, wollten sie gleich am nächsten Tag noch mehr über die Nervensägen erfahren.
Thea: Erzählst du uns wieder von den Nervensägen?
Mit den Tabletten versucht man die Anfälle zu stoppen, damit nicht operiert werden muss. Denn eine OP am Gehirn ist keine schöne Sache. Außerdem haben manche Menschen gar keinen Huckel im Gehirn, aber trotzdem haben sie Anfälle. Vielleicht verstehen sich zwei Nervensägen einfach nicht und streiten sich immer wieder. Wenn das so ist, kann man nicht operieren, denn man weiß ja gar nicht wo diese Nervensägen gerade sind. Dann versucht man es mit Tabletten. Und mit Tabletten klappt es bei vielen Menschen recht gut, denn es gibt ganz viel Medizin, die gegen Epilepsie helfen kann.
Thea: Und was machen die Tabletten?
Denn die nächste ist auch nicht so schnell und sie sieht dann vielleicht, dass die Vorgängerin gestolpert ist. Dann rennt sie nicht auf die drauf, sondern bleibt vielleicht einfach einen Augenblick stehen.
Nervensäge: Hey, Kumpel was machst du da?
Gestolperte Nervensäge: So ein Mist, ich bin über so einen blöden Huckel gestolpert.
Nervensäge: Ach, über den bin ich auch schon gestolpert. Musst einfach einen großen Schritt drüber machen. Dann fällst du nicht hin.
Gestolperte Nervensäge: Ok, danke für den Tipp. Mach ich beim nächsten Mal. Jetzt hilf mir mal beim aufstehen.
Nervensäge: Ok, nimm meine Hand.
Gestolperte Nervensäge: Danke.
Und dann geht es weiter. Es entsteht kein Stau, kein Unfall und für den Chef keine Pause, oder vielleicht auch nur eine klitzekleine. Das merkt der Mensch dann gar nicht. Er hat keinen Anfall.
Noah: Schrecklich!
Thea: Arme Mama...
Thea: Erzählst du uns wieder von den Nervensägen?
Ich: Wenn ihr das wollt.
Thea: Klaro!
Ich: Wo war ich denn stehen geblieben?
Thea: Klaro!
Ich: Wo war ich denn stehen geblieben?
Noah: Du wolltest doch von diesen Tabletten erzählen...
Ich: Also:
Mit den Tabletten versucht man die Anfälle zu stoppen, damit nicht operiert werden muss. Denn eine OP am Gehirn ist keine schöne Sache. Außerdem haben manche Menschen gar keinen Huckel im Gehirn, aber trotzdem haben sie Anfälle. Vielleicht verstehen sich zwei Nervensägen einfach nicht und streiten sich immer wieder. Wenn das so ist, kann man nicht operieren, denn man weiß ja gar nicht wo diese Nervensägen gerade sind. Dann versucht man es mit Tabletten. Und mit Tabletten klappt es bei vielen Menschen recht gut, denn es gibt ganz viel Medizin, die gegen Epilepsie helfen kann.
Thea: Und was machen die Tabletten?
Noah: Na, die stoppen die Anfälle.
Thea: Aber wie denn?
Ich: Da gibt es ganz viele Methoden wie man das versucht.
Bei mir war es so, dass man mit den Tabletten versucht hat, die Nervensägen einfach ein bisschen zu verlangsamen. Das hat den Vorteil, dass es nicht so schnell zu einem Unfall kommt. Denn wenn die Nervensägen nicht so schnell rennen, übersehen sie vielleicht den Huckel nicht und stolpern gar nicht, oder selbst wenn, hat sie auch ein bisschen mehr Zeit sich aufzurappeln und weiterzulaufen bevor die nächste kommt.
Thea: Aber wie denn?
Ich: Da gibt es ganz viele Methoden wie man das versucht.
Bei mir war es so, dass man mit den Tabletten versucht hat, die Nervensägen einfach ein bisschen zu verlangsamen. Das hat den Vorteil, dass es nicht so schnell zu einem Unfall kommt. Denn wenn die Nervensägen nicht so schnell rennen, übersehen sie vielleicht den Huckel nicht und stolpern gar nicht, oder selbst wenn, hat sie auch ein bisschen mehr Zeit sich aufzurappeln und weiterzulaufen bevor die nächste kommt.
Denn die nächste ist auch nicht so schnell und sie sieht dann vielleicht, dass die Vorgängerin gestolpert ist. Dann rennt sie nicht auf die drauf, sondern bleibt vielleicht einfach einen Augenblick stehen.
Nervensäge: Hey, Kumpel was machst du da?
Gestolperte Nervensäge: So ein Mist, ich bin über so einen blöden Huckel gestolpert.
Nervensäge: Ach, über den bin ich auch schon gestolpert. Musst einfach einen großen Schritt drüber machen. Dann fällst du nicht hin.
Gestolperte Nervensäge: Ok, danke für den Tipp. Mach ich beim nächsten Mal. Jetzt hilf mir mal beim aufstehen.
Nervensäge: Ok, nimm meine Hand.
Gestolperte Nervensäge: Danke.
Und dann geht es weiter. Es entsteht kein Stau, kein Unfall und für den Chef keine Pause, oder vielleicht auch nur eine klitzekleine. Das merkt der Mensch dann gar nicht. Er hat keinen Anfall.
Noah: Wow, das ist ja super!
Ich: Ja, wenn das klappt ist es echt super. Aber bei mir hat es nicht geklappt. Ich habe keine Tabletten gefunden, die meine Nervensägen so sehr beruhigt haben, dass sie nicht mehr gestolpert sind. Denn es ist nicht so einfach die richtigen Tabletten zu finden. Die Nervensägen können nämlich auch ganz schön zickig sein. So wie meine zwei Kinder...
Thea: Was? Ich bin nicht zickig!
Noah: Ich auch nicht!
Ich: Doch, doch... aber nicht so wie die kleinen Nervensägen.
Das Problem ist, dass man nicht voraussehen kann, welche Tabletten wirklich wirken und ob der Mensch die Tabletten auch gut verträgt. Also ob der Mensch keine Anfälle mehr hat und auch keine Nebenwirkungen.
Thea: Was sind denn Nebenwirkungen?
Ich: Tja, wisst ihr, Tabletten sehen ja ganz lustig aus, wie kleine Bonbons oder so, aber sie sind sehr gefährlich.
Nebenwirkungen sind, wenn der Körper negativ auf die Tabletten reagiert. Vielleicht schmecken die Tabletten den Nervensägen einfach nicht. Dann spucken sie sie aus und man kann zum Beispiel starke Kopfschmerzen, Hautausschlag oder Übelkeit und Schwindel bekommen. Mit solchen Nebenwirkungen kann man ja nicht ständig leben.
Nervensäge: Oh, mir ist so übel...
Andere Nervensäge: Echt? Mir auch...
Nervensäge: Hast du auch dieses furchtbare Zeug getrunken?
Andere Nervensäge: Ja, das schmeckt wie Cola. Total eklig!
Nervensäge: Oh je, ich muss gleich kotzen...
Ich: Und dann muss ich kotzen.
Thea: Was? Die mögen keine Cola?!
Ich: Nein, Thea, das war nur ein Witz. Aber man weiß auch einfach nicht, warum manche Menschen sie nicht vertragen können.
Noah: Arme Mama...
Ich: Tja, dann muss man wieder andere Tabletten ausprobieren.
Ich: Ja, wenn das klappt ist es echt super. Aber bei mir hat es nicht geklappt. Ich habe keine Tabletten gefunden, die meine Nervensägen so sehr beruhigt haben, dass sie nicht mehr gestolpert sind. Denn es ist nicht so einfach die richtigen Tabletten zu finden. Die Nervensägen können nämlich auch ganz schön zickig sein. So wie meine zwei Kinder...
Thea: Was? Ich bin nicht zickig!
Noah: Ich auch nicht!
Ich: Doch, doch... aber nicht so wie die kleinen Nervensägen.
Das Problem ist, dass man nicht voraussehen kann, welche Tabletten wirklich wirken und ob der Mensch die Tabletten auch gut verträgt. Also ob der Mensch keine Anfälle mehr hat und auch keine Nebenwirkungen.
Thea: Was sind denn Nebenwirkungen?
Ich: Tja, wisst ihr, Tabletten sehen ja ganz lustig aus, wie kleine Bonbons oder so, aber sie sind sehr gefährlich.
Nebenwirkungen sind, wenn der Körper negativ auf die Tabletten reagiert. Vielleicht schmecken die Tabletten den Nervensägen einfach nicht. Dann spucken sie sie aus und man kann zum Beispiel starke Kopfschmerzen, Hautausschlag oder Übelkeit und Schwindel bekommen. Mit solchen Nebenwirkungen kann man ja nicht ständig leben.
Nervensäge: Oh, mir ist so übel...
Andere Nervensäge: Echt? Mir auch...
Nervensäge: Hast du auch dieses furchtbare Zeug getrunken?
Andere Nervensäge: Ja, das schmeckt wie Cola. Total eklig!
Nervensäge: Oh je, ich muss gleich kotzen...
Ich: Und dann muss ich kotzen.
Thea: Was? Die mögen keine Cola?!
Ich: Nein, Thea, das war nur ein Witz. Aber man weiß auch einfach nicht, warum manche Menschen sie nicht vertragen können.
Noah: Arme Mama...
Ich: Tja, dann muss man wieder andere Tabletten ausprobieren.
Und meine Nervensägen sind so richtig zickig. Ich habe fünf Tabletten-Sorten ausprobiert. Bei der einen Tablette wurde mir immer ganz übel, einmal saß ich im Bus und hätte mich beinahe übergeben. Bei den nächsten war mir so schwindelig, dass ich ständig doppelt gesehen hatte. Das habe ich dann so zwei Wochen ausgehalten mit der Hoffnung, dass sich meine Nervensägen an diese Tabletten gewöhnen. Aber selbst nach zwei Wochen waren meine Nervensägen immer noch stur und haben die Plörre ausgespuckt. Bei den nächsten hatte ich Salzmangel und musste zusätzlich noch Tabletten schlucken. Eine Zeit lang habe ich 24 Tabletten am Tag genommen. 12 am Morgen und 12 am Abend, da habe ich jedes Mal einen halben Liter Wasser gebraucht, damit ich alle runterschlucken konnte.
Die Tabletten, die ich heute noch nehme, vertrage ich sehr gut. Meine Nervensägen mögen sie wohl und ich werde sie den Rest meines Lebens nehmen. Aber leider hat das nichts gebracht. Die Nervensägen sind immer noch gestolpert. Und irgendwann habe ich dann aufgegeben neue Tabletten zu probieren. Also musste ich operiert werden.
Noah: Schrecklich!
Thea: Arme Mama...
Ich: Und wie die Geschichte von der OP ist, erzähl ich euch wenn ihr wollt morgen.
Noah: Ok, aber warum musst du denn die Tabletten jetzt immer noch nehmen? Sie haben die Anfälle sowieso nicht gestoppt und du wurdest doch operiert.
Ich: Tja, das ist eine gute Frage. Das erzähle ich euch dann übermorgen.
Gute Nacht!
Noah: Ok, aber warum musst du denn die Tabletten jetzt immer noch nehmen? Sie haben die Anfälle sowieso nicht gestoppt und du wurdest doch operiert.
Ich: Tja, das ist eine gute Frage. Das erzähle ich euch dann übermorgen.
Gute Nacht!
Monday, 13 June 2016
Sie kommen, die Skulpis
Unser Garten ist in Arbeit und ich merke, wie die Spießigkeit sich immer näher an mich heran schleicht.
Ich muss einen Schlussstrich setzten. Ich will nicht spießig werden. Ich will keinen perfekten Garten, keine Hecke, keinen Zaun, keine kitschigen Figuren. Ich will eine wilde Blumenwiese und Unkraut und eine riesengroße Trauerweide mitten im Garten. Ich will nicht ständig Blumen gießen und Rasen sprengen und Rasen mähen müssen.
Ich will eine Hängematte, einen Strandkorb und gemütliche Gartenstühle. Ich will nicht ständig grillen, ich will draußen sein und faulenzen, lesen und Kaffee trinken, mit Freunden sitzen und mich besaufen. Und ich will hören wie über mich gelästert wird.
Ich brauche etwas anderes. Ein Zeichen von mir, von der alten Maria. Etwas, das mich loslöst von dieser Welt, in die ich eigentlich niemals wollte, in die ich nicht gehöre. Familie ja, Haus ja, aber kein spießiger Garten und kein langweiliger Alltagstrott. Ich werde sehr bald 40. Ich bin mitten in der Midlife-crisis.
Deshalb habe ich zwei neue Familienmitglieder erworben. Die Skulpis: 2,20 m hohe und 24 cm breite minimalistische Holzskulpturen in reduziertem Design. Ein Kopf, ein schmaler, gerader Oberkörper und dünne lange Beine. Ein Skulpi in signalblau und ein Skulpi in verkehrsrot. Sie bekommen ein prominentes Plätzchen an einer weißen Hauswand.
Wenn sie mir gefallen, werde ich sie SkulpiMa und SkulpiFlo taufen und sehr bald noch zwei kleinere Figuren dazu holen: SkulpiNo und SkulpiThe.
Ich bin sicher, dass sie mir gefallen. Die Farben dürfen sich Noah und Thea selbst aussuchen.
Sunday, 12 June 2016
In meinem wilden Herzen
In meinem wilden Herzen
Ist etwas drin und schläft
Gefühle, Träume, Schmerzen
so schwer wie Marmorstein
In meinen wilden Herzen
Bist du immer noch bei mir
So hell wie tausend Kerzen
so wird es immer sein
(Ca. 2000)
Ist etwas drin und schläft
Gefühle, Träume, Schmerzen
so schwer wie Marmorstein
In meinen wilden Herzen
Bist du immer noch bei mir
So hell wie tausend Kerzen
so wird es immer sein
(Ca. 2000)
Friday, 10 June 2016
Die verlorene Liebe für Literatur
Ich habe mich gestern arbeitssuchend gemeldet. Ich hatte auf meine Frage nach dem neuen Arbeitsvertrag zwar eine mündliche Zusage von meiner Chefin bekommen, aber bis jetzt noch keinen neuen Vertrag.
Gestern war ich mit einer Freundin bei der Lesung von Axel Hacke. Er hat aus seinen neuen Büchern: "das Kolumnistische Manifest" und "Fußballträume" gelesen. Es war toll! Er liest nicht nur, sondern bringt seine witzigen Anekdoten ganz lustig und theatralisch rüber.
Und es hat mich so sehr daran erinnert, wie es bei mir früher war. Da saß ich bei solchen Lesungen nicht im Publikum und reckte meinen Kopf um überhaupt etwas zu sehen. Nein, solche Lesungen habe ich mitorganisiert. Ich würde auf der anderen Seite stehen, mir die Begrüßungsrede meines Chefs anhören, die ich für ihn geschrieben hätte, und mich um das Mikrofon und ein Glas Wasser für Axel Hacke kümmern.
Dem Geschäftsführer der Buchhandlung, die die Lesung gestern organisiert hat, müsste ich keine Reden schreiben. Seine Begrüßung war sehr nett, spontan und witzig.Trotzdem hätte ich ihn auch so gerne immer noch als Chef, denn er übermittelt einfach die Liebe für Literatur, die ich auch habe.
Es war bitter für mich. Mit dem alten Job habe ich viel zu früh aufgehört und bei dem anderen habe ich versagt.
Wenn ich vom Studentenwerk nicht übernommen werde, gehe ich in dieses Scheiß-Krankenhaus und lasse mir den Rest meines Gehirns raus operieren.
Gestern war ich mit einer Freundin bei der Lesung von Axel Hacke. Er hat aus seinen neuen Büchern: "das Kolumnistische Manifest" und "Fußballträume" gelesen. Es war toll! Er liest nicht nur, sondern bringt seine witzigen Anekdoten ganz lustig und theatralisch rüber.
Und es hat mich so sehr daran erinnert, wie es bei mir früher war. Da saß ich bei solchen Lesungen nicht im Publikum und reckte meinen Kopf um überhaupt etwas zu sehen. Nein, solche Lesungen habe ich mitorganisiert. Ich würde auf der anderen Seite stehen, mir die Begrüßungsrede meines Chefs anhören, die ich für ihn geschrieben hätte, und mich um das Mikrofon und ein Glas Wasser für Axel Hacke kümmern.
Dem Geschäftsführer der Buchhandlung, die die Lesung gestern organisiert hat, müsste ich keine Reden schreiben. Seine Begrüßung war sehr nett, spontan und witzig.Trotzdem hätte ich ihn auch so gerne immer noch als Chef, denn er übermittelt einfach die Liebe für Literatur, die ich auch habe.
Es war bitter für mich. Mit dem alten Job habe ich viel zu früh aufgehört und bei dem anderen habe ich versagt.
Wenn ich vom Studentenwerk nicht übernommen werde, gehe ich in dieses Scheiß-Krankenhaus und lasse mir den Rest meines Gehirns raus operieren.
Subscribe to:
Posts (Atom)