Heute war ein schöner Tag. Es war zwar ziemlich kalt, aber schön sonnig. Allein deshalb fühlt man sich schon besser. Wir waren mit meinem Schwiegervater auf einer großen Herbstmesse und sind Autoscouter und Riesenrad gefahren, haben Dosenwerfen gespielt und Enten geangelt und ganz viel Schnickschnack gewonnen.
Gestern Abend habe ich kurz mit meiner Schwester gesprochen. Wir sind nicht mehr ganz so zerstritten wie vorgestern. Aber vertragen haben wir uns nicht und ich weiß auch nicht wie ich es machen könnte. Denn wir haben einfach keine Gelegenheit mehr uns in Ruhe zu unterhalten. Morgen Nachmittag sind wir nochmal mit meinem Schwiegervater verabredet und am Samstag fahren wir nachhause. (Hoffentlich!)
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen am Freitag Abend ins Kino zu gehen und danach vielleicht noch in eine Disko. Ich würde so gerne mal wieder tanzen gehen. Das weiß meine Schwester und wollte es mir zu liebe tun, obwohl sie eigentlich keine Lust mehr dazu hat. Jetzt nach dem Streit wird das nichts mehr werden. Aber dann habe ich noch einen ruhigen Abend und das kann ich nur zu gut gebrauchen.
Ich habe heute morgen tatsächlich ein meiner Bewerbung gearbeitet. Aber ich bin noch nicht zufrieden damit und leider fällt mir nichts anderes mehr ein. Heute morgen habe ich in der Buchhandlung angerufen und gesagt, dass es sein könnte, dass ich wegen des Bahnstreiks am Sonntag nicht zu der Lesung kommen kann. Es war ein nettes Gespräch mit der Frau vom Chef. Aber ich hätte lieber mit meiner Kollegin gesprochen, ich dachte ich könnte sie fragen, ob es Neuigkeiten zu der Stelle im Kinder- und Jugendbuch gibt und ob sie mir die interne Stellenausschreibung schicken kann. Aber mit der Frau des Chefs konnte ich darüber nicht sprechen.
Am Anfang dachte ich, ich würde mehr auf heißen Kohlen sitzen, wie es mit mir in der Buchhandlung weiter geht. Aber jetzt ist es nicht so heiß. Urlaub mit den Kindern und die Familie besuchen ist anstrengend.
Aber auch sehr wichtig und toll!
Thursday, 6 November 2014
Wednesday, 5 November 2014
Der begossene Urlaub der Maria M.
Der fünfte Tag von 9 Tagen Urlaub ist vorbei. Es regnet. Ich bin müde und schlapp und Erholung ist ein Fremdwort!
Vorgestern bin ich um halb sechs aufgestanden und war fast den ganzen Tag im Krankenhaus. Mal wieder eine Routine-Untersuchung. Vor lauter Ablenkung durch meine Arbeit und den neusten Stand meines Praktikums, hatte ich mir diesmal vorher gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht.
Aber als ich dann im Krankenhaus war und ständig auf die Untersuchungen warten musste, war die Angst wieder da. Die Panik vor Anfällen. Die Erinnerungen an die Zeit im Krankenhaus, an die Unklarheiten, die es bei mir immer noch gibt. Was ist mit meiner mysteriösen Entzündung? Was ist mit dem seltsamen Fleck? Was passiert, wenn ich wieder epileptische Potentiale habe?
Ich habe es überstanden und die Ergebnisse sind wenigstens nicht negativ. Keine epileptischen Potentiale. Den Fleck hat mein Epileptologe nicht gefunden, den müssen die Radiologen untersuchen (Ergebnis steht noch offen. Aber wenigstens scheint er nicht auffällig geworden zu sein, sagt er). Das Ergebnis des neuropsychologischen Tests ist genauso wie vor einem Jahr. Mein Sprache ist unter dem Durchschnitt, es hat sich nichts verbessert. Nichts. Ich habe immer noch deutliche Wortfindungsstörungen. Genauso wie vorher. Das hat mich schon ein bisschen enttäuscht, schließlich sagen doch so viele, dass ich besser geworden bin. Die Neuropsychologin meint, ich habe wohl eher gelernt die fehlenden Worte besser zu umschreiben. (Bravo! Wenn sie mich in der Buchhandlung nicht übernehmen, könnte ich ja vielleicht Tabu-Spiel-Experte werde).
Gestern habe ich mich dann auch noch mit meiner Schwester gestritten. Ich weiß nicht wie es dazu kommen konnte. Eine Lappalie, aber mit Konsequenzen. Denn jetzt werden sich die Kinder gar nicht mehr sehen, und wir haben wohl auch keine Zeit mehr, um uns wieder zu vertragen. Es ist so schade, wir sehen uns doch so selten...
Heute regnet es und regnet und so fühle ich mich auch, begossen wie ein Pudel. INoah hat am Morgen Theater gemacht, weil er nicht Zähne putzen, nicht baden, nicht duschen, nicht anziehen, und schon gar nicht lesen und schreiben wollte. Lieblingssatz: lass mich! Thea war am Abend so müde, dass sie zehn Minuten geheult hat, weil wir keine Zeit mehr zum Uno spielen hatten, und als sie endlich im Bett war, heulte sie noch mal zehn Minuten weil sie unbedingt noch eine CD hören wollte.
Eigentlich wollte ich heute die Bewerbung schreiben, denn morgen und übermorgen sind wir den ganzen Tag bei meinem Schwiegervater. Da habe ich auch keine Zeit zum Schreiben. Aber ich fühlte mich dazu gar nicht in der Lage. Und ich habe immer noch keine Idee was ich Florian zum Geburtstag schenken könnte. Sein Geburtstag ist morgen!
Noch vier Tage Urlaub, ohne Florian... Eigentlich sollte ich am Sonntag schon zu einer Lesung gehen. Aber da kommt dann noch der Bahnstreik hinzu! Wir haben die Fahrt für Samstag gebucht. Ob der Zug fährt steht in den Sternen. Wie soll ich mit den Kindern ohne Auto und ohne Zug 700 Kilometer überqueren?
Die nächste Sorge, die mich nachts wachhält.
Vorgestern bin ich um halb sechs aufgestanden und war fast den ganzen Tag im Krankenhaus. Mal wieder eine Routine-Untersuchung. Vor lauter Ablenkung durch meine Arbeit und den neusten Stand meines Praktikums, hatte ich mir diesmal vorher gar nicht so viele Gedanken darüber gemacht.
Aber als ich dann im Krankenhaus war und ständig auf die Untersuchungen warten musste, war die Angst wieder da. Die Panik vor Anfällen. Die Erinnerungen an die Zeit im Krankenhaus, an die Unklarheiten, die es bei mir immer noch gibt. Was ist mit meiner mysteriösen Entzündung? Was ist mit dem seltsamen Fleck? Was passiert, wenn ich wieder epileptische Potentiale habe?
Ich habe es überstanden und die Ergebnisse sind wenigstens nicht negativ. Keine epileptischen Potentiale. Den Fleck hat mein Epileptologe nicht gefunden, den müssen die Radiologen untersuchen (Ergebnis steht noch offen. Aber wenigstens scheint er nicht auffällig geworden zu sein, sagt er). Das Ergebnis des neuropsychologischen Tests ist genauso wie vor einem Jahr. Mein Sprache ist unter dem Durchschnitt, es hat sich nichts verbessert. Nichts. Ich habe immer noch deutliche Wortfindungsstörungen. Genauso wie vorher. Das hat mich schon ein bisschen enttäuscht, schließlich sagen doch so viele, dass ich besser geworden bin. Die Neuropsychologin meint, ich habe wohl eher gelernt die fehlenden Worte besser zu umschreiben. (Bravo! Wenn sie mich in der Buchhandlung nicht übernehmen, könnte ich ja vielleicht Tabu-Spiel-Experte werde).
Gestern habe ich mich dann auch noch mit meiner Schwester gestritten. Ich weiß nicht wie es dazu kommen konnte. Eine Lappalie, aber mit Konsequenzen. Denn jetzt werden sich die Kinder gar nicht mehr sehen, und wir haben wohl auch keine Zeit mehr, um uns wieder zu vertragen. Es ist so schade, wir sehen uns doch so selten...
Heute regnet es und regnet und so fühle ich mich auch, begossen wie ein Pudel. INoah hat am Morgen Theater gemacht, weil er nicht Zähne putzen, nicht baden, nicht duschen, nicht anziehen, und schon gar nicht lesen und schreiben wollte. Lieblingssatz: lass mich! Thea war am Abend so müde, dass sie zehn Minuten geheult hat, weil wir keine Zeit mehr zum Uno spielen hatten, und als sie endlich im Bett war, heulte sie noch mal zehn Minuten weil sie unbedingt noch eine CD hören wollte.
Eigentlich wollte ich heute die Bewerbung schreiben, denn morgen und übermorgen sind wir den ganzen Tag bei meinem Schwiegervater. Da habe ich auch keine Zeit zum Schreiben. Aber ich fühlte mich dazu gar nicht in der Lage. Und ich habe immer noch keine Idee was ich Florian zum Geburtstag schenken könnte. Sein Geburtstag ist morgen!
Noch vier Tage Urlaub, ohne Florian... Eigentlich sollte ich am Sonntag schon zu einer Lesung gehen. Aber da kommt dann noch der Bahnstreik hinzu! Wir haben die Fahrt für Samstag gebucht. Ob der Zug fährt steht in den Sternen. Wie soll ich mit den Kindern ohne Auto und ohne Zug 700 Kilometer überqueren?
Die nächste Sorge, die mich nachts wachhält.
Friday, 31 October 2014
Perspektive?
Heute ging es mir an den Kragen. Ich hatte das wichtige Gespräch mit dem Chef über meine Zeit nach dem Praktikum.
Vorher hatte ich noch mit der Kollegin, die Zuständige vom Kinder- und Jugendbuch, darüber gesprochen. Sie hat mir gesagt, dass sie sehr mit mir zufrieden ist und dass im Kinder- und Jugendbuch im Januar eine Stelle frei wird - und dass sie mich gerne haben will. Oh, wie sehr habe ich mich gefreut!!! Natürlich habe ich auch ganz klar gesagt, dass ich das auf jeden Fall machen will. Und ich habe ihr auch gesagt, dass ich todtraurig bin, wen ich nicht länger bleiben kann - egal wo in der Buchhandlung.
Dann war es so weit. Dann ging ich zu ihm. Als aller erstes habe ich gesagt, dass ich es in der Buchhandlung ganz toll finde, dass mir die Arbeit ganz viel Spaß macht und ich sehr, sehr gerne auch nach Weihnachten bleiben will. Er hat gegrinst, es hat ihm gefallen das zu hören, und für mich war es auch wichtig ihm das zu sagen. Denn es ist nichts anderes als die Wahrheit.
Er hat dann gesagt, dass die Zeit bis Weihnachten für mich ok ist, und hat mit mir über das Gehalt gesprochen. Er hat lange gebraucht, um irgendwelche Flyer zu suchen, um eine Richtlinie für Arbeitnehmer mit Diplom im Buchhandel zu finden (Nervenkitzel!). Das Angebot war dann ganz gut, aber weniger als das Geld, was ich jetzt bekomme. Das habe ich ihm ehrlich gesagt, schließlich hat er mich danach gefragt hat. Dann druckste er wieder rum und hat gesagt, er will noch klären, in was für einer Steuerklasse ich bin, was sonst noch bezahlt werden muss und blabla... Ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall muss ich ihm noch meine Sozialversicherungsnummer geben, dann kann er das nochmal klären. Er tippte ein bisschen auf einem Taschenrechner rum, murmelte noch über Arbeitszeiten und einige Beträge, die noch tiefer als sein Angebot waren. Ich bereute gleich, dass ich nicht einfach ja gesagt hatte, dann hätte ich wenigstens schon jetzt ein "Ja". Aber das habe ich jetzt noch nicht. Ich muss noch bis Ende meines Urlaubs warten.
Danach hat er gesagt, dass nach Weihnachten im Kinder- und Jugendbuch eine Stelle frei wird. Ich habe dann gleich gesagt, dass ich mich dafür auf jeden Fall bewerben will. Dann druckste er ein bisschen rum, sagte, dass ich nicht die einzige bin, die es machen möchte, aber dass sie zumindest auch sonst noch ab und zu Aushilfen brauchen.
Ich habe gesagt, dass ich auch als Aushilfe gerne arbeiten würde, aber dass ich mehr als nur auf einer 450 Euro Ebene arbeiten will. Danach habe ich gesagt, dass es von der Rentenversicherung auch nach dem Praktikum einige Leistungen zur Wiedereingliederung für mich gibt, zum Beispiel dass der Arbeitgeber eventuell bei der Sozialversicherung oder beim Entgelt entlastet werden kann. Das fand er dann sehr interessant und hat gleich meinen Berater angerufen, um zu fragen, ob diese Leistung auch angeboten wird, wenn man dort schon mal gearbeitet hat. Mein Berater wusste das leider nicht, hat aber gesagt, dass er das auf jeden Fall für mich klären wird.
Zum Schluss habe ich gefragt, ob er noch eine schriftliche Bewerbung von mir haben will. Er hat gesagt, dass muss nicht sein. Ich habe beschlossen, ihm auf jeden Fall doch noch einen Bewerbung zu schreiben.
Ich will, ich will und koste es mein Leben!
Hinterher habe ich mit meiner Kollegin darüber geredet. Sie hat mir die Person, die sich auch schon für die Stelle beworben hat, genannt. Ich kenne sie. Es ist ein Mann, sieben Jahre jünger als ich, ich habe gleichzeitig mit ihm angefangen zu arbeitet und ich habe schon mit ihm zusammen gearbeitet, nämlich an der Kasse. Ich kann ihn verstehen, dass er aus der Kasse raus will. Er hat einen Vorteil: er ist gelernter Buchhändler. Ich nicht. Aber ich bin jetzt schon seit einem Monat dort und werde noch zwei Monate da bleiben. Ihn müssen sie neu einarbeiten.
Nächste Woche habe ich Urlaub. Das habe ich jetzt auch nötig, ich brauche ein bisschen Zeit und Ruhe und viel Schokolade. In der Zeit muss mein Berater für mich klären, was für eine Entlastung für den Arbeitgeber in Frage kommt, und der Chef muss klären, was für ein Gehalt er mir für den Dezember anbieten kann. Ehrlich gesagt, ist es mir fast egal, Hauptsache es ist länger als nur Weihnachten.
Jetzt bin ich müde. Freue mich auf den Urlaub und hoffe, dass es irgendwie gut gehen wird. Auf jeden Fall freue ich mich auch, dass meine Kollegin sagt, dass sie mich gerne hätte.
Wenn es nicht klappt bin ich todtraurig... aber dann nehme ich es einfach wieder positiv: dann gibt es endlich ein neues unerträgliches Leiden der Maria M.
Aber auch dieses Leiden werde ich überleben!
Vorher hatte ich noch mit der Kollegin, die Zuständige vom Kinder- und Jugendbuch, darüber gesprochen. Sie hat mir gesagt, dass sie sehr mit mir zufrieden ist und dass im Kinder- und Jugendbuch im Januar eine Stelle frei wird - und dass sie mich gerne haben will. Oh, wie sehr habe ich mich gefreut!!! Natürlich habe ich auch ganz klar gesagt, dass ich das auf jeden Fall machen will. Und ich habe ihr auch gesagt, dass ich todtraurig bin, wen ich nicht länger bleiben kann - egal wo in der Buchhandlung.
Dann war es so weit. Dann ging ich zu ihm. Als aller erstes habe ich gesagt, dass ich es in der Buchhandlung ganz toll finde, dass mir die Arbeit ganz viel Spaß macht und ich sehr, sehr gerne auch nach Weihnachten bleiben will. Er hat gegrinst, es hat ihm gefallen das zu hören, und für mich war es auch wichtig ihm das zu sagen. Denn es ist nichts anderes als die Wahrheit.
Er hat dann gesagt, dass die Zeit bis Weihnachten für mich ok ist, und hat mit mir über das Gehalt gesprochen. Er hat lange gebraucht, um irgendwelche Flyer zu suchen, um eine Richtlinie für Arbeitnehmer mit Diplom im Buchhandel zu finden (Nervenkitzel!). Das Angebot war dann ganz gut, aber weniger als das Geld, was ich jetzt bekomme. Das habe ich ihm ehrlich gesagt, schließlich hat er mich danach gefragt hat. Dann druckste er wieder rum und hat gesagt, er will noch klären, in was für einer Steuerklasse ich bin, was sonst noch bezahlt werden muss und blabla... Ich weiß es nicht mehr. Auf jeden Fall muss ich ihm noch meine Sozialversicherungsnummer geben, dann kann er das nochmal klären. Er tippte ein bisschen auf einem Taschenrechner rum, murmelte noch über Arbeitszeiten und einige Beträge, die noch tiefer als sein Angebot waren. Ich bereute gleich, dass ich nicht einfach ja gesagt hatte, dann hätte ich wenigstens schon jetzt ein "Ja". Aber das habe ich jetzt noch nicht. Ich muss noch bis Ende meines Urlaubs warten.
Danach hat er gesagt, dass nach Weihnachten im Kinder- und Jugendbuch eine Stelle frei wird. Ich habe dann gleich gesagt, dass ich mich dafür auf jeden Fall bewerben will. Dann druckste er ein bisschen rum, sagte, dass ich nicht die einzige bin, die es machen möchte, aber dass sie zumindest auch sonst noch ab und zu Aushilfen brauchen.
Ich habe gesagt, dass ich auch als Aushilfe gerne arbeiten würde, aber dass ich mehr als nur auf einer 450 Euro Ebene arbeiten will. Danach habe ich gesagt, dass es von der Rentenversicherung auch nach dem Praktikum einige Leistungen zur Wiedereingliederung für mich gibt, zum Beispiel dass der Arbeitgeber eventuell bei der Sozialversicherung oder beim Entgelt entlastet werden kann. Das fand er dann sehr interessant und hat gleich meinen Berater angerufen, um zu fragen, ob diese Leistung auch angeboten wird, wenn man dort schon mal gearbeitet hat. Mein Berater wusste das leider nicht, hat aber gesagt, dass er das auf jeden Fall für mich klären wird.
Zum Schluss habe ich gefragt, ob er noch eine schriftliche Bewerbung von mir haben will. Er hat gesagt, dass muss nicht sein. Ich habe beschlossen, ihm auf jeden Fall doch noch einen Bewerbung zu schreiben.
Ich will, ich will und koste es mein Leben!
Hinterher habe ich mit meiner Kollegin darüber geredet. Sie hat mir die Person, die sich auch schon für die Stelle beworben hat, genannt. Ich kenne sie. Es ist ein Mann, sieben Jahre jünger als ich, ich habe gleichzeitig mit ihm angefangen zu arbeitet und ich habe schon mit ihm zusammen gearbeitet, nämlich an der Kasse. Ich kann ihn verstehen, dass er aus der Kasse raus will. Er hat einen Vorteil: er ist gelernter Buchhändler. Ich nicht. Aber ich bin jetzt schon seit einem Monat dort und werde noch zwei Monate da bleiben. Ihn müssen sie neu einarbeiten.
Nächste Woche habe ich Urlaub. Das habe ich jetzt auch nötig, ich brauche ein bisschen Zeit und Ruhe und viel Schokolade. In der Zeit muss mein Berater für mich klären, was für eine Entlastung für den Arbeitgeber in Frage kommt, und der Chef muss klären, was für ein Gehalt er mir für den Dezember anbieten kann. Ehrlich gesagt, ist es mir fast egal, Hauptsache es ist länger als nur Weihnachten.
Jetzt bin ich müde. Freue mich auf den Urlaub und hoffe, dass es irgendwie gut gehen wird. Auf jeden Fall freue ich mich auch, dass meine Kollegin sagt, dass sie mich gerne hätte.
Wenn es nicht klappt bin ich todtraurig... aber dann nehme ich es einfach wieder positiv: dann gibt es endlich ein neues unerträgliches Leiden der Maria M.
Aber auch dieses Leiden werde ich überleben!
Tuesday, 28 October 2014
Erfolgserlebnis Nr. 2
Habe ich schon erzählt, dass die Frau vom Chef auch im Kinder- und Jugendbuch arbeitet? Ich arbeite also fast jeden Tag mit ihr.
Als ich das erfahren habe, war ich ziemlich nervös. Ich will natürlich besonders bei ihr einen guten Eindruck hinterlassen. Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und wir sind uns auch schon ein bisschen näher gekommen. Ich duze mich nicht mit ihr, wie mit den anderen Kolleginnen, aber auch nicht alle anderen Kolleginnen duzen sich mit ihr. Doch wir kommen ganz gut miteinander zurecht. Ich versuche einfach nicht daran zu denken.
Heute war ein ganz guter Tag. Wir haben zusammen angefangen zu arbeiten und es war nicht viel los. Wir haben uns dann einfach ein bisschen unterhalten. Ich sagte, dass ich es schade finde, dass ich manchmal den Kunden nicht helfen kann, weil ich nicht so viele Kinder- und Jugendbücher kenne und die Altersklassen nicht einschätzen kann. Dann hat sie mich gefragt, ob sie mir ein paar Bücher zeigen soll, dann kann ich sie empfehlen, wenn ich gefragt werde.
Sie hat mir dann 6 oder 7 Bücher aus dem Genre Krimi und Fantasie für Jungs ab 12 Jahren vorgestellt. Es war toll sich das anzuhören, denn es waren wirklich sehr interessante Bücher. Ich habe mir dann auf einem Zettel ein paar Notizen gemacht, denn sich nach einem Gespräch von einer halben Stunde 6 Bücher, mit Autor, Verlag und Inhalt zu merken ist unrealistisch. Das fand sie ganz positiv.
Am Nachmittag sprach mich dann eine Frau an, sie sagte, sie suche ein Buch für ihre Tochter, 12 Jahre alt, etwas anspruchsvolles, vielleicht von Klaus Kordon. Zufälligerweise kannte ich das neuste Buch von ihm und ging mit ihr gleich zu dem Regal. Genau sagen, um was es geht konnte ich nicht, ich habe es nicht gelesen, aber ich habe gesagt, dass es etwas historisches (Nazi-Zeit) ist. Das fand sie dann nicht ganz so gut, also sollte ich ihr ein anderes zeigen. Und mir fiel tatsächlich was anderes ein. Etwas anspruchsvolles, ein bisschen politisch, aber auch aktuell: Kinshasa Dreams: Die Geschichte von einem Jungen aus Kinshasa, der unbedingt Boxer werden wollte. Da er während eines schlimmen Gewitters geboren wurde, glaubte seine Oma, er hätte einen Dämon im Körper und als er fünfzehn Jahre alt wurde wollte sein Onkel ihm diesen Geist aus dem Körper rausholen lassen. Also haut er ab und will nach Europa... Und das schafft er und wird Boxer. Ein tolles Buch! Spannend und ergreifend - und auch sehr aktuell.
Die Frau vom Chef kam zu dem Computer, der in der Nähe stand und ich bin sicher, dass sie mir ein bisschen zugehört hat. Nicht unbedingt um mich zu testen, wie gut ich bin, sondern einfach um mir vielleicht zu helfen, wenn ich Hilfe brauche. Aber ich brauchte keine Hilfe. Es war schon ein bisschen umständlich, wie ich über das Buch erzählt habe, (das Wort: Aberglaube fiel mir nicht ein, was aber etwas wichtiges für das Buch ist. Mir fiel ständig das Wort: Albtraum ein, aber ich wusste, dass es nicht das richtige ist. Also musste ich es irgendwie umschreiben.)
Aber die Frau hörte mir zu und ich habe es wohl ganz gut gemacht. Das Buch hat ihr gefallen. Sie hat das Buch gekauft und sich bei mir bedankt.
Das fühlt sich gut an! Ich freue mich auf morgen.
Als ich das erfahren habe, war ich ziemlich nervös. Ich will natürlich besonders bei ihr einen guten Eindruck hinterlassen. Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und wir sind uns auch schon ein bisschen näher gekommen. Ich duze mich nicht mit ihr, wie mit den anderen Kolleginnen, aber auch nicht alle anderen Kolleginnen duzen sich mit ihr. Doch wir kommen ganz gut miteinander zurecht. Ich versuche einfach nicht daran zu denken.
Heute war ein ganz guter Tag. Wir haben zusammen angefangen zu arbeiten und es war nicht viel los. Wir haben uns dann einfach ein bisschen unterhalten. Ich sagte, dass ich es schade finde, dass ich manchmal den Kunden nicht helfen kann, weil ich nicht so viele Kinder- und Jugendbücher kenne und die Altersklassen nicht einschätzen kann. Dann hat sie mich gefragt, ob sie mir ein paar Bücher zeigen soll, dann kann ich sie empfehlen, wenn ich gefragt werde.
Sie hat mir dann 6 oder 7 Bücher aus dem Genre Krimi und Fantasie für Jungs ab 12 Jahren vorgestellt. Es war toll sich das anzuhören, denn es waren wirklich sehr interessante Bücher. Ich habe mir dann auf einem Zettel ein paar Notizen gemacht, denn sich nach einem Gespräch von einer halben Stunde 6 Bücher, mit Autor, Verlag und Inhalt zu merken ist unrealistisch. Das fand sie ganz positiv.
Am Nachmittag sprach mich dann eine Frau an, sie sagte, sie suche ein Buch für ihre Tochter, 12 Jahre alt, etwas anspruchsvolles, vielleicht von Klaus Kordon. Zufälligerweise kannte ich das neuste Buch von ihm und ging mit ihr gleich zu dem Regal. Genau sagen, um was es geht konnte ich nicht, ich habe es nicht gelesen, aber ich habe gesagt, dass es etwas historisches (Nazi-Zeit) ist. Das fand sie dann nicht ganz so gut, also sollte ich ihr ein anderes zeigen. Und mir fiel tatsächlich was anderes ein. Etwas anspruchsvolles, ein bisschen politisch, aber auch aktuell: Kinshasa Dreams: Die Geschichte von einem Jungen aus Kinshasa, der unbedingt Boxer werden wollte. Da er während eines schlimmen Gewitters geboren wurde, glaubte seine Oma, er hätte einen Dämon im Körper und als er fünfzehn Jahre alt wurde wollte sein Onkel ihm diesen Geist aus dem Körper rausholen lassen. Also haut er ab und will nach Europa... Und das schafft er und wird Boxer. Ein tolles Buch! Spannend und ergreifend - und auch sehr aktuell.
Die Frau vom Chef kam zu dem Computer, der in der Nähe stand und ich bin sicher, dass sie mir ein bisschen zugehört hat. Nicht unbedingt um mich zu testen, wie gut ich bin, sondern einfach um mir vielleicht zu helfen, wenn ich Hilfe brauche. Aber ich brauchte keine Hilfe. Es war schon ein bisschen umständlich, wie ich über das Buch erzählt habe, (das Wort: Aberglaube fiel mir nicht ein, was aber etwas wichtiges für das Buch ist. Mir fiel ständig das Wort: Albtraum ein, aber ich wusste, dass es nicht das richtige ist. Also musste ich es irgendwie umschreiben.)
Aber die Frau hörte mir zu und ich habe es wohl ganz gut gemacht. Das Buch hat ihr gefallen. Sie hat das Buch gekauft und sich bei mir bedankt.
Das fühlt sich gut an! Ich freue mich auf morgen.
Friday, 24 October 2014
Feedback
Heute hat mich eine Kollegin angesprochen, die in der Nähe vom Kinder- und Jugendbuch arbeitet. Es war nicht viel los und ich lief mal wieder an den Tischen vorbei und rückte die Bücher zurecht. Da kam sie auf mich zu.
Kollegin: Wie immer emsig beschäftigt.
Ich: Ach naja, ein bisschen aufräumen...
Kollegin: Und das macht dir Spaß, oder?
Ich: Ja, ich finde es einfach toll hier.
Kollegin: Aber du bist doch keine Buchhändlerin, oder?
Es wurde dann ein etwas längeres Gespräch, über mein Studium und meine Arbeit, meine Kinder...
Kollegin: Und wie kann es sein, dass du so lange nicht gearbeitet hast?
Ich: Als meine Tochter ein Jahr alt war, wollte ich ja wieder anfangen, aber dann kam eine schwere Krankheit...
Kollegin: Verstehe...
Ich: Aber jetzt habe ich es überstanden und ich möchte wieder arbeiten!
Kollegin: Ja, das sieht man dir an.
Ich: Ach, es macht mir einfach Spaß!
Kollegin: Ich wünsch dir alles Gute.
Ich freue mich, dass die Kollegin eher merkt, wie wohl ich mich fühle und wie begeistert ich von der Arbeit bin, und nicht, dass ich mich manchmal fehl am Platze fühle und deprimiert bin.
Erfolgserlebnis
Heute habe ich tatsächlich die Monsterschule empfehlen können. Ich finde, es war schon ein bisschen umständlich, wie ich über das Buch erzählt habe, aber es war ok.
Es wurde gekauft und die Mutter hat sich wirklich bei mir bedankt!
Toll!
Es wurde gekauft und die Mutter hat sich wirklich bei mir bedankt!
Toll!
Tuesday, 21 October 2014
Christian Löffelbein: Willkommen in Professor Graghuls geheimer Monsterschule
Die Zwillinge Lukas und Lena finden nach dem Verschwinden ihrer Eltern Obdach bei ihrem Onkel Gregorius Graghul, der eine nicht ganz normale Schule führt. In dieser tummeln sich nämlich die unterschiedlichsten Monster – und zwar fast alle Monster der Welt! Mutanten-Horst, mit drei Beinen und vier Armen und ganz in blau. Das Tentakelwesen Wieher, dass allen gern vor dem Zubettgehen noch ein Glas Milch ausspuckt. Vom dreiköpfigen Mathegenie, bis zum letzten und ordentlichsten Octopusterix der Welt! Jimi, der grimmigste Wehrwolf der Welt, Tongo-Bongo der Drachenaffe, Elvira die Vampirbraut mit ihrer Freundin Randale-Gerti, das Skelett Dieter, der sich immer in Einzelteile zerlegt, bei Gefahr aber auch wenn er sich freut.
Allerdings sind diese nicht gefährlich oder gar bösartig, sondern sie werden einfach nur missverstanden. Und deshalb sind sie in der Schule, um zu lernen, wie man sich bei den Menschen richtig benimmt...
In die Schule von Dr. Graghul ist auch ein Junge, Nicki, der sieben Jahre alt ist und seine Eltern nicht mehr hat und auf ihm lastet ein schrecklicher Fluch... Und da gibt es noch die Frau Mistkäfer von der Schulbehörde, sie will die Schule schließen lassen.
Natürlich helfen Lukas und Lena...
Allerdings sind diese nicht gefährlich oder gar bösartig, sondern sie werden einfach nur missverstanden. Und deshalb sind sie in der Schule, um zu lernen, wie man sich bei den Menschen richtig benimmt...
In die Schule von Dr. Graghul ist auch ein Junge, Nicki, der sieben Jahre alt ist und seine Eltern nicht mehr hat und auf ihm lastet ein schrecklicher Fluch... Und da gibt es noch die Frau Mistkäfer von der Schulbehörde, sie will die Schule schließen lassen.
Natürlich helfen Lukas und Lena...
Noah und Thea waren ganz begeistert von dem Buch! Ich würde es so gerne jemandem empfehlen, aber nach so etwas wurde ich nicht gefragt.
Thursday, 16 October 2014
Jo Franklin: Hilfe ich bin ein Alien!
Dan hat mit seiner Familie nicht das geringste gemeinsam. Schlaksig, groß und irgendwie ein komischer Kauz.
Eines Morgens verrät ihm seine nervige Schwester ein Geheimnis: Sie behauptet er sei nicht das Kind seiner Eltern sondern ein Alien. Dann wird ihm alles klar: warum er ein Außenseiter in der Schule ist, warum er überhaupt nicht in seine Familie passt. Alle haben blaue Augen und er grüne, alle mögen es gerne sich nackig zu sonnen. Er spielt am liebsten Verstecken...
Aber jetzt weiß er es. Er ist nicht seltsam oder durchgeknallt, er ist ein ganz normales Alien. Auf dem Planeten Keppler 22 wäre er cool und beliebt. Also will er unbedingt auf seinen Heimatplaneten.
Zusammen mit seinen schrägen Kumpels, Streber Gordon, der immer eine Krawatte trägt und von niemanden angefasst werden darf, Freddo, der Kartoffel-Chips-Junkie und Furz-Weltmeister fallen ihm die verrücktesten Ideen ein: in einer Schlafphase einfrieren und lebendig wieder aufwachen (damit er die Reise ins Weltall überlebt), Astronaut werden, oder einen Satelliten umbauen und eine Nachricht ins Weltall zu senden... Zum Schluss gerät etwas außer Kontrolle, er merkt, dass er nicht der einzige ist, der gerne ins Weltall will, und dann überlegt er es sich doch anders.
Es ist witzig geschrieben und leicht zu lesen. Immer wieder macht er Listen: die Unterscheide zwischen ihm und seiner Familie, Gründe weshalb er ein Alien ist, Strategien wie er zu Geld kommen könnte, Pro und Contra zum Mitmachen bei Helloween... und durch die vielen (fast) Comik-Bilder ist es sehr auch noch aufgefrischt.
Perfekt für Jungs ab 9 Jahren, am besten zum selber lesen!
Eines Morgens verrät ihm seine nervige Schwester ein Geheimnis: Sie behauptet er sei nicht das Kind seiner Eltern sondern ein Alien. Dann wird ihm alles klar: warum er ein Außenseiter in der Schule ist, warum er überhaupt nicht in seine Familie passt. Alle haben blaue Augen und er grüne, alle mögen es gerne sich nackig zu sonnen. Er spielt am liebsten Verstecken...
Aber jetzt weiß er es. Er ist nicht seltsam oder durchgeknallt, er ist ein ganz normales Alien. Auf dem Planeten Keppler 22 wäre er cool und beliebt. Also will er unbedingt auf seinen Heimatplaneten.
Zusammen mit seinen schrägen Kumpels, Streber Gordon, der immer eine Krawatte trägt und von niemanden angefasst werden darf, Freddo, der Kartoffel-Chips-Junkie und Furz-Weltmeister fallen ihm die verrücktesten Ideen ein: in einer Schlafphase einfrieren und lebendig wieder aufwachen (damit er die Reise ins Weltall überlebt), Astronaut werden, oder einen Satelliten umbauen und eine Nachricht ins Weltall zu senden... Zum Schluss gerät etwas außer Kontrolle, er merkt, dass er nicht der einzige ist, der gerne ins Weltall will, und dann überlegt er es sich doch anders.
Es ist witzig geschrieben und leicht zu lesen. Immer wieder macht er Listen: die Unterscheide zwischen ihm und seiner Familie, Gründe weshalb er ein Alien ist, Strategien wie er zu Geld kommen könnte, Pro und Contra zum Mitmachen bei Helloween... und durch die vielen (fast) Comik-Bilder ist es sehr auch noch aufgefrischt.
Perfekt für Jungs ab 9 Jahren, am besten zum selber lesen!
Sunday, 5 October 2014
Unten-ohne Schwarzfahren
Heute Morgen hatte ich mich ganz spontan entschlossen nach dem Frühstück schwimmen zu gehen und da meine Monatskarte schon am 3. Oktober abgelaufen war, musste ich mal wieder schwarzfahren. Aber das war kein Problem, dabei fühle ich mich ja inzwischen ganz souverän, und freute mich sogar endlich mal wieder schwarzfahren zu können.
Schwimmen gehe ich in letzter Zeit recht regelmäßig und mit Schwimmbrille, Schwimmkappe und Sport-Badeanzug fühle ich mich inzwischen ziemlich professionell.
Und heute war ich richtig gut. Ich schwamm wie immer meine 1500 Meter und diesmal in nur 43 Minuten. Das ist eine ziemlich gute Leistung! Ich war richtig zufrieden mit mir und nach meinen dreißig 50 Meter-Bahnen war ich immer noch "im flow", so dass ich noch zwei Bahnen mehr geschwommen bin. Danach genoss ich die heiße Dusche und fühlte mich so richtig sportlich!
Doch beim Umziehen merkte ich, dass ich doch nicht so professionell bin. Denn bevor ich losgefahren war, hatte ich meinen Badeanzug angezogen und das war ein fataler Fehler. Ich hatte nämlich vergessen frische Unterwäsche einzupacken. Ich hatte also keine Unterhose, keinen BH und kein Unterhemd. Sondern nur eine Hose, einen Pullover und einen nassen Badeanzug. Da blieb mir nichts anderes übrig, als einfach nur in Jeans und Pulli nachhause zu gehen. Die Jeans war ja kein Problem, aber der teure Pullover, den ich erst vor kurzem gekauft hatte, der hatte es in sich! Er war nämlich aus Lammwolle und Lammwolle kratzt ohne Unterhemd ganz beachtlich.
Aber im Bus konnte ich irgendwie gar nicht aufhören zu grinsen, denn ohne Unterhose, ohne BH, und ohne gültigen Fahrschein ganze 46 Minuten Bus fahren, das hat schon einen ganz besonderen (Nerven-)kitzel.
Schwimmen gehe ich in letzter Zeit recht regelmäßig und mit Schwimmbrille, Schwimmkappe und Sport-Badeanzug fühle ich mich inzwischen ziemlich professionell.
Und heute war ich richtig gut. Ich schwamm wie immer meine 1500 Meter und diesmal in nur 43 Minuten. Das ist eine ziemlich gute Leistung! Ich war richtig zufrieden mit mir und nach meinen dreißig 50 Meter-Bahnen war ich immer noch "im flow", so dass ich noch zwei Bahnen mehr geschwommen bin. Danach genoss ich die heiße Dusche und fühlte mich so richtig sportlich!
Doch beim Umziehen merkte ich, dass ich doch nicht so professionell bin. Denn bevor ich losgefahren war, hatte ich meinen Badeanzug angezogen und das war ein fataler Fehler. Ich hatte nämlich vergessen frische Unterwäsche einzupacken. Ich hatte also keine Unterhose, keinen BH und kein Unterhemd. Sondern nur eine Hose, einen Pullover und einen nassen Badeanzug. Da blieb mir nichts anderes übrig, als einfach nur in Jeans und Pulli nachhause zu gehen. Die Jeans war ja kein Problem, aber der teure Pullover, den ich erst vor kurzem gekauft hatte, der hatte es in sich! Er war nämlich aus Lammwolle und Lammwolle kratzt ohne Unterhemd ganz beachtlich.
Aber im Bus konnte ich irgendwie gar nicht aufhören zu grinsen, denn ohne Unterhose, ohne BH, und ohne gültigen Fahrschein ganze 46 Minuten Bus fahren, das hat schon einen ganz besonderen (Nerven-)kitzel.
Tuesday, 30 September 2014
Zwei Wochen - zwei Dinge
Zwei Wochen, über die ich noch nicht geschrieben habe, sind schon wieder vorbei. Zwei ganz unterschiedliche Wochen, in denen zwei wichtige Dinge passiert sind.
Die Woche im Büro bei der Werbung war angenehmer als gedacht. Aber auch sterbenslangweilig. Denn die Kopf-Schüttel-Kollegin, hatte in dieser Woche so viel zu tun, dass sie überhaupt keine Zeit hatte, etwas an mich abgeben zu können. Ich saß ihr gegenüber und habe mitbekommen, dass sie einige Sachen für den Kanon der Literatur machen musste, die ich ganz locker hätte machen können. Stupide Dinge wie die Email-Adressen zusammenstellen, damit man in einer Sammel-Email Einladungen zur Präsentation und Übergabe des Buches schicken kann oder eine Liste der Zu- und Absagen führen. Aber sie kann wohl nichts abgeben, sondern lieber alles selbst machen.
Ich habe nur Briefe eingetütet, Aufkleber aufgeklebt, zwei Einladungsschreiben formuliert und zwei Buchrezensionen geschrieben (die wohl nicht gebraucht werden). Den Rest der Zeit habe ich am Computer gesessen, Fachzeitschriften und das Börsenblatt gelesen, über die aktuellen Kinder- und Jugendbücher gelesen und ihr beim Telefonieren zu gehört.
Allerdings gab es auch zwei wichtige Situationen, welche die Woche recht positiv gestimmt haben.
Die erste Situation war das Gespräch mit dem Chef. Es ist jetzt offiziell, dass ich ab Oktober ins Kinder- und Jugendbuch gehen kann und dass ich auch im Dezember dort sein werde. Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Er hat mich als erstes gefragt, wie es mir geht, ob ich mich gut fühle und ob es für mich ok ist, wenn ich nicht mehr die anderen Abteilungen durchgehen werde. Ich hatte geantwortet, dass es für mich ok ist, obwohl ich auch gerne alle Abteilungen angeschaut hätte, aber dass ich mich wohler fühle, dort zu sein, wo ich gebraucht werde.
Doch einen kleinen negativen Beigeschmack hatte es auch. Eigentlich war es vorgesehen, dass ich ab Oktober jeden Freitag im Abholfach arbeitet sollte, da dort jemand gebraucht wird. Jetzt hat sich das erledigt. Ein Student, der schon als Aushilfe im Abholfach arbeitet hat, kann dieses Semester auch Freitags und würde gerne mehr arbeiten. Also wird er es übernehmen und die Kollegin im Kinder- und Jugendbuch freut sich, dass ich jeden Tag zu ihr komme. Ich finde es schade, denn ich wäre gerne auch im Abholfach geblieben - einfach um auch noch wo anders einen Fuß in der Tür zu haben.
Die zweite Situation war, dass ich mit der Kollegin aus der Werbung über meine Krankheit gesprochen hatte. Ich hatte das Bedürfnis mit ihr über meine Sprachprobleme zu sprechen, als ich einen Text schreiben sollte und einfach ein bisschen Zeit dafür brauchte, weil mir die richtigen Worte fehlten. Sie war sehr verständnisvoll, hat mir auch von einem ihrer Freunde erzählt, der auch eine Gehirnoperation hatte und ähnliche, aber schlimmere Probleme wie ich hat. Sie hat auch gesagt, dass die Chefs sehr verständnisvoll sind, und schon mit vielen Problemen gut umgegangen sind, es gab wohl einige Burnout-Probleme.
Ich fühle mich gut, es gesagt zu haben und freue mich, dass es positiv aufgefasst wurde. Ich hoffe, dass es positiv bleibt.
Doch einen kleinen negativen Beigeschmack hatte es auch. Eigentlich war es vorgesehen, dass ich ab Oktober jeden Freitag im Abholfach arbeitet sollte, da dort jemand gebraucht wird. Jetzt hat sich das erledigt. Ein Student, der schon als Aushilfe im Abholfach arbeitet hat, kann dieses Semester auch Freitags und würde gerne mehr arbeiten. Also wird er es übernehmen und die Kollegin im Kinder- und Jugendbuch freut sich, dass ich jeden Tag zu ihr komme. Ich finde es schade, denn ich wäre gerne auch im Abholfach geblieben - einfach um auch noch wo anders einen Fuß in der Tür zu haben.
Die zweite Situation war, dass ich mit der Kollegin aus der Werbung über meine Krankheit gesprochen hatte. Ich hatte das Bedürfnis mit ihr über meine Sprachprobleme zu sprechen, als ich einen Text schreiben sollte und einfach ein bisschen Zeit dafür brauchte, weil mir die richtigen Worte fehlten. Sie war sehr verständnisvoll, hat mir auch von einem ihrer Freunde erzählt, der auch eine Gehirnoperation hatte und ähnliche, aber schlimmere Probleme wie ich hat. Sie hat auch gesagt, dass die Chefs sehr verständnisvoll sind, und schon mit vielen Problemen gut umgegangen sind, es gab wohl einige Burnout-Probleme.
Ich fühle mich gut, es gesagt zu haben und freue mich, dass es positiv aufgefasst wurde. Ich hoffe, dass es positiv bleibt.
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