Warum lädt eigentlich Waldemar Hartmann nicht auch nach den Spielen der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft in seinen "etwas anderen Club"* ein? Kann Waldi etwa nicht "mit Fußballexperten, Kabarettisten und anderen prominenten Fußballfans humorvoll und tiefgründig" über Frauenfußball diskutieren? "Denn zu diskutieren gibt es immer reichlich".
Fürwahr. Dass dies auch für den Frauen-Fussball gilt, hat wohl weder er noch die ARD bisher realisiert. Wenigstens gibt es genug Frauen, die sich "über die wichtigste Nebensache der Welt: den Fußball in all seinen Facetten unterhalten können!" Zumindest bei uns im Dorf.
Deshalb habe ich einen eigenen Club ins Leben gerufen, "Marias M.s Club - der etwas andere Waldi Club", in dem ich mit Frauen-Fußballexpert-innen, Kabarettist-innen und anderen prominenten Fußballfan-innen nach dem Spiel humorvoll und tiefgründig über Frauen-Fußball diskutieren kann.
Der Kasten Bier im Kühlschrank ist schon kalt. Und die Männer können sich nach dem Spiel "das SommerKino im Ersten: Nach 7 Tagen ausgeflittert" anschauen.
*(Zitate siehe: ARD, Waldis Club)
Thursday, 30 June 2011
Englisch-Test für Rentern
Gestern war die letzte Stunde meines Englischkurses. Der Test. Am Abend zuvor zwei Stunden Vokabeln gebüffelt, danach von Florian abgefragt. Kurz vor dem Test noch eine Stunde alles wiederholt. Ich war noch nie so motiviert, ehrgeizig, begierig. Endlich wollte ich den Senioren zeigen, wie viel Wissen, Elan und Frische in mir steckt.
Spielregeln:
1. Wer fertig ist, hebt die Hand.
2. Wer die meisten Fragen richtig beantwortet gewinnt.
3. Bei Gleichstand gewinnt der Schnellere.
Zehn Fragen und los. Siegesgewiss setzte ich ein Kreuz nach dem anderen. Schon war ich fertig. Eben wollte ich den Arm strecken, da sah ich wie mein 68jähriger Tischnachbar auf mein Blatt schielte. Ein kurzer Moment des Staunens. Schon war sein letztes Kreuz gesetzt und die Senioren-Hand oben.
Ich war fassungslos. Entsetzt. Sprachlos. Ich hob den Arm und wollte protestieren. Frechheit! Er hatte bei mir abgeschrieben! Grinsend zwinkerte er mir zu. Schelmisch. Verschmitzt. Schadenfroh. Ich senkte den Arm. Mir glaubt doch eh keiner, dass ein tattergreisiger Rentner so unverfroren ist, mich auf diese dreiste Weise rein zu legen.
Es ist höchste Zeit, mich ernsthaft nach einer Alternative umzuschauen. Gegen diese Rentner hab ich offenbar keine Chance.
Spielregeln:
1. Wer fertig ist, hebt die Hand.
2. Wer die meisten Fragen richtig beantwortet gewinnt.
3. Bei Gleichstand gewinnt der Schnellere.
Zehn Fragen und los. Siegesgewiss setzte ich ein Kreuz nach dem anderen. Schon war ich fertig. Eben wollte ich den Arm strecken, da sah ich wie mein 68jähriger Tischnachbar auf mein Blatt schielte. Ein kurzer Moment des Staunens. Schon war sein letztes Kreuz gesetzt und die Senioren-Hand oben.
Ich war fassungslos. Entsetzt. Sprachlos. Ich hob den Arm und wollte protestieren. Frechheit! Er hatte bei mir abgeschrieben! Grinsend zwinkerte er mir zu. Schelmisch. Verschmitzt. Schadenfroh. Ich senkte den Arm. Mir glaubt doch eh keiner, dass ein tattergreisiger Rentner so unverfroren ist, mich auf diese dreiste Weise rein zu legen.
Es ist höchste Zeit, mich ernsthaft nach einer Alternative umzuschauen. Gegen diese Rentner hab ich offenbar keine Chance.
Wednesday, 29 June 2011
1. Spieltag: Deutschland 20ELF
Ich arbeite immer noch sehr engagiert an meinem Interesse für die Frauen Fußball-Weltmeisterschaft 2011. Gerade hab ich im Spielplan nachgeschaut, wann das nächste Spiel der Deutschen Frauen stattfindet. (Ich wollte mir unbedingt rechtzeitig einen Babysitter organisieren, um das Spiel, wegen anfallender Kinderbetreuung, nicht wieder zu verpassen.)
Äußerst erstaunt stellte ich fest, dass heute, am 29.Juni 2011, immer noch 1. Spieltag ist. Und zwar schon seit 4 Tagen. Um genau zu sein, seit Anpfiff der WM am 26.06.2011, 15 Uhr. Also bis jetzt ca.77h. Ende mir unbekannt.
Bisher war ich immer der Meinung, dass ein Tag - an sich als solcher - 24 Stunden hat. Durch den Frauen Fußball lerne ich nun, dass dies nicht immer so sein muss. Zumindest tickt die Uhr in der Fußball-Welt der Frauen irgendwie anders. Der 1. Spieltag hat 77 Stunden. Der 2. Spieltag sogar stolze 92 Stunden. Den 3. kann ich jetzt so auf die Schnelle nicht errechnen...
Der Fußball scheint tatsächlich intellektuell anspruchsvoller zu sein, als ich das bisher angenommen hatte. Ist die Zeitrechnung im Männer-Fußball eigentlich genau so?
Offensichtlich habe ich mich bisher zu sehr auf den knusprigen Körper vor Mario Gomez konzentriert...
Äußerst erstaunt stellte ich fest, dass heute, am 29.Juni 2011, immer noch 1. Spieltag ist. Und zwar schon seit 4 Tagen. Um genau zu sein, seit Anpfiff der WM am 26.06.2011, 15 Uhr. Also bis jetzt ca.77h. Ende mir unbekannt.
Bisher war ich immer der Meinung, dass ein Tag - an sich als solcher - 24 Stunden hat. Durch den Frauen Fußball lerne ich nun, dass dies nicht immer so sein muss. Zumindest tickt die Uhr in der Fußball-Welt der Frauen irgendwie anders. Der 1. Spieltag hat 77 Stunden. Der 2. Spieltag sogar stolze 92 Stunden. Den 3. kann ich jetzt so auf die Schnelle nicht errechnen...
Der Fußball scheint tatsächlich intellektuell anspruchsvoller zu sein, als ich das bisher angenommen hatte. Ist die Zeitrechnung im Männer-Fußball eigentlich genau so?
Offensichtlich habe ich mich bisher zu sehr auf den knusprigen Körper vor Mario Gomez konzentriert...
Ein Schloss aus Schokolade
Noch vor dem Kindergarten verkündete heute Morgen das Nachbars-Mädchen stolz, bei ihr sei über Nacht die Schnullerfee gewesen. Sie schleppte ein prachtvolles Prinzessinnen-Zelt aus dem Haus, das so wunderschön war, wie der strahlend blaue Himmel dieses Sommermorgens. Thea staunte über die Schönheit dieses wunderbaren Zeltes, das gemacht war aus dem zartesten Gewebes, übersät mit rosa Herzchen, glitzernden Sternchen und roten Röschen.
Schlau wie ich bin, ergriff ich gleich die Chance, um bei Thea das Thema "Schnuller abgeben" anzusprechen.
Ich: "Schau mal Thea, ist dass nicht ein wunderschönes Schloss?"
Thea: "Ja!"
Ich: "Das hat die Schnullerfee gebracht."
Thea: "Ja?"
Ich: "Was meinst du? Willst du nicht auch den Schnuller abgeben?"
Thea: "Nein."
Ich: "Und wenn dir die Schnullerfee dafür auch so ein Schloss bringt?"
Thea: "Nein."
Ich: "Und wenn sie dir ein noch viel schöneres Märchenschloss bringt?
Thea: "Nein."
Ich: "Und wenn das Märchenschloss aus Schokolade ist?"
Pause. Pause. Pause.
Thea: "Nein."
Wir sind offensichtlich noch nicht so weit! Dann muss ich wohl das Schloss aus Schokolade selber essen.
Schlau wie ich bin, ergriff ich gleich die Chance, um bei Thea das Thema "Schnuller abgeben" anzusprechen.
Ich: "Schau mal Thea, ist dass nicht ein wunderschönes Schloss?"
Thea: "Ja!"
Ich: "Das hat die Schnullerfee gebracht."
Thea: "Ja?"
Ich: "Was meinst du? Willst du nicht auch den Schnuller abgeben?"
Thea: "Nein."
Ich: "Und wenn dir die Schnullerfee dafür auch so ein Schloss bringt?"
Thea: "Nein."
Ich: "Und wenn sie dir ein noch viel schöneres Märchenschloss bringt?
Thea: "Nein."
Ich: "Und wenn das Märchenschloss aus Schokolade ist?"
Pause. Pause. Pause.
Thea: "Nein."
Wir sind offensichtlich noch nicht so weit! Dann muss ich wohl das Schloss aus Schokolade selber essen.
Tuesday, 28 June 2011
Polititisch korrekte Einschaltquoten der Frauen WM
Nach meinem gestrigen Eintrag zur Frauen WM fühlte ich mich abends schlecht.
Wie kann gerade eine Frau all jene Vorurteile bestätigen, gegen die der Frauen-Fußball so bitter zu kämpfen hat? Wie konnte ich nur so sexistisch reagieren? Die Frauen wollen doch nur guten Fußball spielen und endlich für ihr ambitioniertes und technisch einwandfreies Spiel anerkannt werden.
Und was tue ich? Ich verliere mich in Gedanken an Mario Gomez. Das ist weder emanzipiert noch political correct. Als die Kinder im Bett waren, kramte ich mit schlechtem Gewissen die Deutschlandfahne raus, und setzte mich vor den Fernseher.
Flo: "Was machst du da?"
Ich: "Ich schaue Frauen WM."
Flo: "Die Spiele sind längst vorbei. Außerdem haben die Deutschen Frauen heute gar nicht gespielt."
Ich: "Ach."
Kein Wunder, dass die Frauen WM so niedrige Einschaltquoten hat. Frauen sind um diese Uhrzeit noch nicht fertig mit dem Haushalt und das Bier für die Männer ist noch nicht kalt.
Wie kann gerade eine Frau all jene Vorurteile bestätigen, gegen die der Frauen-Fußball so bitter zu kämpfen hat? Wie konnte ich nur so sexistisch reagieren? Die Frauen wollen doch nur guten Fußball spielen und endlich für ihr ambitioniertes und technisch einwandfreies Spiel anerkannt werden.
Und was tue ich? Ich verliere mich in Gedanken an Mario Gomez. Das ist weder emanzipiert noch political correct. Als die Kinder im Bett waren, kramte ich mit schlechtem Gewissen die Deutschlandfahne raus, und setzte mich vor den Fernseher.
Flo: "Was machst du da?"
Ich: "Ich schaue Frauen WM."
Flo: "Die Spiele sind längst vorbei. Außerdem haben die Deutschen Frauen heute gar nicht gespielt."
Ich: "Ach."
Kein Wunder, dass die Frauen WM so niedrige Einschaltquoten hat. Frauen sind um diese Uhrzeit noch nicht fertig mit dem Haushalt und das Bier für die Männer ist noch nicht kalt.
Monday, 27 June 2011
Mario Gomez und die Frauen WM 2011
Man(n und Frau) kommt nicht an der Fußball Weltmeisterschaft der Frauen vorbei. Die Sportwelt, die Medien und ganz Deutschland gibt sich Mühe diesem Event genauso viel Aufmerksamkeit zu widmen, wie der WM der Männer 2010. Und zwar nicht nur der Diskussion über den Schnitt der Trikots und die Länge - bzw. Kürze - der Höschen.
Ich muss zugeben, dass ich lieber Männer-Fußball sehe. Das liegt aber nicht an der fehlenden Attraktivität des Outfits der Fußball-Damen. Sondern daran, dass ich lieber Männern beim Arbeiten, Schwitzen und Malochen zuschaue: Die wilden Blicke des Bastian Schweinsteiger vor dem entscheidenden Pass. Die sehnigen und muskulösen Arme des Arne Friedrich bei einem simplen Einwurf. Die Treffsicherheit eines Lukas Podolskis bei seinen 48 Tor... Doch am liebsten ist mir der stählerne Körper des durchtrainierten Mario Gomez, wenn er sich nach dem Sieg das schweißnasse Trikot vom Leib reißt. Warum gibts für diese sexy Geste eigentlich eine gelbe Karte? Das ist doch der absolute Höhepunkt eines jeden Spiels.
Aber, jetzt bin ich völlig vom Thema abgekommen. Ich finde durchaus, dass die Trikots noch kürzer, enger und figurbetonter sein könnten. Besonders das von Mario Gomez. Wie wärs mit durchsichtig? Oder am besten ganz oben ohne?!
Das wäre einfach ein Genuss.
Ich muss zugeben, dass ich lieber Männer-Fußball sehe. Das liegt aber nicht an der fehlenden Attraktivität des Outfits der Fußball-Damen. Sondern daran, dass ich lieber Männern beim Arbeiten, Schwitzen und Malochen zuschaue: Die wilden Blicke des Bastian Schweinsteiger vor dem entscheidenden Pass. Die sehnigen und muskulösen Arme des Arne Friedrich bei einem simplen Einwurf. Die Treffsicherheit eines Lukas Podolskis bei seinen 48 Tor... Doch am liebsten ist mir der stählerne Körper des durchtrainierten Mario Gomez, wenn er sich nach dem Sieg das schweißnasse Trikot vom Leib reißt. Warum gibts für diese sexy Geste eigentlich eine gelbe Karte? Das ist doch der absolute Höhepunkt eines jeden Spiels.
Aber, jetzt bin ich völlig vom Thema abgekommen. Ich finde durchaus, dass die Trikots noch kürzer, enger und figurbetonter sein könnten. Besonders das von Mario Gomez. Wie wärs mit durchsichtig? Oder am besten ganz oben ohne?!
Das wäre einfach ein Genuss.
Tuesday, 21 June 2011
Wolfgang Herrndorf: "Tschick"
Zwei durchgeknallte Teenies, die unterschiedlicher nicht sein können: Andrej Tschichatschowschick, 14 Jahre alt, Spitzname: Tschick, Außenseiter. Sohn russischer Assi-Familie. Hat es trotz täglicher Alkoholfahne von der Förderschule aufs Gymnasium geschafft. Niemanden interessiert was er macht. Maik Klingenberg. 14 Jahre alt. Spitzname Psycho. Außenseiter. Sohn einer bankrotten Unternehmer-Familie. Mutter in Entzugsklinik. Vater mit Geliebten auf "Dienstreise". Zwei Wochen alleine in einer Villa mit Pool.
Wolfgang Herrendorfs Buch "Tschick" ist die Abenteuer-Reise dieser Jungs, die eigentlich nur ein bisschen Freundschaft suchen und Spaß haben wollen. Viel Spaß hat man auch als Lesern, durch ihre frische, freche, witzige und manchmal auch vulgäre Sprache. Und nicht zuletzt durch diese außergewöhnliche Geschichte: Sommerferien. Ein geklautes Auto. Kein Führerschein, kein Ziel und überhaupt kein Orientierungssinn. Irgendwo nahe Berlin.
Allerdings macht das Buch die Mutter zweier Kinder auch ein bisschen nachdenklich. Einerseits: Wehe, meine Kinder stellen jemals solch einen kriminellen, gefährlichen und schwachsinnigen Unfug an! Anderseits: Will ich meinen Kindern wirklich solch ein schräges, aufregendes und tollkühnes Abenteuer verwehren?
Dann ist es mir lieber, wenn ich nicht alles erfahre, was meine Kinder anstellen. Denn glücklicher Weise endet nicht jedes Abenteuer vor dem Jugendgericht. Hoffentlich!
Wolfgang Herrendorfs Buch "Tschick" ist die Abenteuer-Reise dieser Jungs, die eigentlich nur ein bisschen Freundschaft suchen und Spaß haben wollen. Viel Spaß hat man auch als Lesern, durch ihre frische, freche, witzige und manchmal auch vulgäre Sprache. Und nicht zuletzt durch diese außergewöhnliche Geschichte: Sommerferien. Ein geklautes Auto. Kein Führerschein, kein Ziel und überhaupt kein Orientierungssinn. Irgendwo nahe Berlin.
Allerdings macht das Buch die Mutter zweier Kinder auch ein bisschen nachdenklich. Einerseits: Wehe, meine Kinder stellen jemals solch einen kriminellen, gefährlichen und schwachsinnigen Unfug an! Anderseits: Will ich meinen Kindern wirklich solch ein schräges, aufregendes und tollkühnes Abenteuer verwehren?
Dann ist es mir lieber, wenn ich nicht alles erfahre, was meine Kinder anstellen. Denn glücklicher Weise endet nicht jedes Abenteuer vor dem Jugendgericht. Hoffentlich!
Saturday, 18 June 2011
Erwachende Sexualität
Als ich Thea heute die Windel wechselte, kam sie mir ständig mit ihren Fingern in die Quere. "Thea, nimm deine Finger weg," sagte ich und versuchte ihre Hände vom Po fern zu halten, "da ist alles voll Kacka!" Ich beeilte mich so sehr ich konnte, den Hintern zu wischen, denn ihre Hände fummelten ständig dazwischen.
Doch sie konnte es kaum erwarten, bis ich fertig war. "Mama, kann ich endlich?" fragte sie ungeduldig. "Ist ja gleich so weit!", sagt ich und versuchte mich gegen die neugierigen Fingerchen durchzusetzen. Als der Po endlich wieder sauber war, fragte Thea wieder: "Kann ich jetzt endlich?" Ich schüttelte ungläubig den Kopf. "Was willst du denn?"
"Na, ein bisschen fummeln." antwortete sie und steckte sich äußerst genussvoll die Finger in die Scheide.
Doch sie konnte es kaum erwarten, bis ich fertig war. "Mama, kann ich endlich?" fragte sie ungeduldig. "Ist ja gleich so weit!", sagt ich und versuchte mich gegen die neugierigen Fingerchen durchzusetzen. Als der Po endlich wieder sauber war, fragte Thea wieder: "Kann ich jetzt endlich?" Ich schüttelte ungläubig den Kopf. "Was willst du denn?"
"Na, ein bisschen fummeln." antwortete sie und steckte sich äußerst genussvoll die Finger in die Scheide.
Friday, 17 June 2011
Die Biomüll-Katastrophe von Goethes Faust
Gerade schüttelte ich mit heißem Bemühen den Inhalt unseres Biomülleimers in die stinkende Tonne. Dann passierte es.
Der Keramik-Müllbehälter stürzte zu Boden. Da stand ich nun, ich armer Thor, mit dem Henkel in der einen Hand, und dem Kohle-Filter-Deckel in der anderen, und war so klug als wie zu vor.
Werde ich jemals mit saurem Schweiß einen adäquaten Ersatz dafür finden?
Ich starrte zu den von Staub bedeckten roten Scherben. Das wollte mir schier das Herz verbrennen.
Es kann kein Hund so länger leben. Ob ich mir mit Geistes Kraft nun Schokolade stopf in meinen Mund?
Der Keramik-Müllbehälter stürzte zu Boden. Da stand ich nun, ich armer Thor, mit dem Henkel in der einen Hand, und dem Kohle-Filter-Deckel in der anderen, und war so klug als wie zu vor.
Werde ich jemals mit saurem Schweiß einen adäquaten Ersatz dafür finden?
Ich starrte zu den von Staub bedeckten roten Scherben. Das wollte mir schier das Herz verbrennen.
Es kann kein Hund so länger leben. Ob ich mir mit Geistes Kraft nun Schokolade stopf in meinen Mund?
Thursday, 16 June 2011
Freche Essgewohnheiten
Heute Abend waren meine Schwester und ihr Mann zu Besuch. Natürlich hatten sie eine Kleinigkeit für die Kinder dabei. Für Noah gab es ein Auto, und er war mit einem der vielfältigen Auto aus dem Cars-Film-Sortiment für den Rest des Abends vollkommen zufrieden. Thea bekam ein Lillifee-Malbuch und neue Bundstifte. Die Freude war auch bei ihr groß, allerdings forderte sie unbedingt die Mitarbeit meiner Schwester beim Ausmalen der wunderschönen Prinzessinnen-Zeichnung. Meine Schwester vertröstete sie auf "nach dem Abendessen".
Flo hatte Bruschetta gemacht und wir aßen mal wieder einen gesunden Salat mit Gurken, Tomaten, Paprika und ohne Sprossen. Noah hatte schnell sein Brot hinunter geschlungen, um sich möglichst schnell wieder seinem neuen Auto zu widmen. Thea saß geduldig bei uns am Tisch und rührte sie sich nicht von der Seite ihrer Tante. Die Erwachsenen hatten sich einiges zu erzählen, und wir ließen uns bei einer guten Flasche Wein, Kaffee und Schokolandentorte alle Zeit dabei.
Wir waren schon eine ganze Weile fertig mit essen, Thea saß nach wie vor still an der Seite ihrer Tante und wartete geduldig. Doch als sich meine Schwester das zweite Stück Schokoladen-Kuchen nahm, sah Thea ihre Tante entsetzt und ungläubig an. "Tante Klara", fragte sie, "ißt du immer noch?"
Und meine Schwester stellt schuldbewusst das Tortenstück zurück und ging endlich ihr Versprechen einlösen.
Flo hatte Bruschetta gemacht und wir aßen mal wieder einen gesunden Salat mit Gurken, Tomaten, Paprika und ohne Sprossen. Noah hatte schnell sein Brot hinunter geschlungen, um sich möglichst schnell wieder seinem neuen Auto zu widmen. Thea saß geduldig bei uns am Tisch und rührte sie sich nicht von der Seite ihrer Tante. Die Erwachsenen hatten sich einiges zu erzählen, und wir ließen uns bei einer guten Flasche Wein, Kaffee und Schokolandentorte alle Zeit dabei.
Wir waren schon eine ganze Weile fertig mit essen, Thea saß nach wie vor still an der Seite ihrer Tante und wartete geduldig. Doch als sich meine Schwester das zweite Stück Schokoladen-Kuchen nahm, sah Thea ihre Tante entsetzt und ungläubig an. "Tante Klara", fragte sie, "ißt du immer noch?"
Und meine Schwester stellt schuldbewusst das Tortenstück zurück und ging endlich ihr Versprechen einlösen.
Tuesday, 14 June 2011
"Imagine" John Lennon und Walter Riesters Beerdigung
Ich werde immer vielseitiger. Die Hochzeit meiner Freundin habe ich als Pilotprojekt genutzt, um meinen Chancen als Kirchensängerin zu testen.
Von der Kanzel herab, habe ich sinnlich und emotionsgeladen "Imagine" von John Lennon gesungen. Die Braut hatte es sich von mir gewünscht. Ich fühlte mich geschmeichelt und endlich meiner Qualitäten geschätzt, und habe ihr gerne diesen Wunsch erfüllt. Als ich dort oben stand und meine Stimme die fabelhafte Akustik der Kirche erfüllte, drehten sich die Gesichter der ganzen Hochzeitsgesellschaft entzückt zu mir um. Da begriff ich, dass dies meine Bestimmung ist.
Nach Ende der Zeremonie bildete sich vor der Kirche sogleich eine Traube begeisterter Menschen. Und zwar nicht um das sich küssende Brautpaar. Nein, ich trat heraus. Und die Sonne leuchtete hell und warm in mein Gesicht. Florian hatte seinen Arm um meine Schulter gelegt und sah mich stolz und bewundernd an. Ich fühlte mich vollkommen glücklich und erfüllt.
Bis ich bemerkte, dass nicht ich der Mittelpunkt dieser Attraktion war, sondern ein Mann gesetzten Alters. Ich blieb wie versteinert stehen. "Ist das nicht Walter Riester?", fragte Flo und reckte sich, um mehr zu sehen. "Wie kann er es wagen, mir die Show zu stehlen?!" Ich war tief getroffen. Flo machte ein mitleidiges Gesicht. "Schick ihm doch deine Visitenkarte", versuchte er mir Mut zu machen. "Vielleicht engagierte er dich für die Hochzeit seiner Tochter."
"Nein, ich schick sie seiner Frau", sagte ich verbittert, "auf seiner Beerdigung singe ich kostenlos!"
Von der Kanzel herab, habe ich sinnlich und emotionsgeladen "Imagine" von John Lennon gesungen. Die Braut hatte es sich von mir gewünscht. Ich fühlte mich geschmeichelt und endlich meiner Qualitäten geschätzt, und habe ihr gerne diesen Wunsch erfüllt. Als ich dort oben stand und meine Stimme die fabelhafte Akustik der Kirche erfüllte, drehten sich die Gesichter der ganzen Hochzeitsgesellschaft entzückt zu mir um. Da begriff ich, dass dies meine Bestimmung ist.
Nach Ende der Zeremonie bildete sich vor der Kirche sogleich eine Traube begeisterter Menschen. Und zwar nicht um das sich küssende Brautpaar. Nein, ich trat heraus. Und die Sonne leuchtete hell und warm in mein Gesicht. Florian hatte seinen Arm um meine Schulter gelegt und sah mich stolz und bewundernd an. Ich fühlte mich vollkommen glücklich und erfüllt.
Bis ich bemerkte, dass nicht ich der Mittelpunkt dieser Attraktion war, sondern ein Mann gesetzten Alters. Ich blieb wie versteinert stehen. "Ist das nicht Walter Riester?", fragte Flo und reckte sich, um mehr zu sehen. "Wie kann er es wagen, mir die Show zu stehlen?!" Ich war tief getroffen. Flo machte ein mitleidiges Gesicht. "Schick ihm doch deine Visitenkarte", versuchte er mir Mut zu machen. "Vielleicht engagierte er dich für die Hochzeit seiner Tochter."
"Nein, ich schick sie seiner Frau", sagte ich verbittert, "auf seiner Beerdigung singe ich kostenlos!"
Wednesday, 8 June 2011
Amy Winehouse: "You know, that I´m no good"
Wir hatten ein Wochenende ohne Kinder. Die Hochzeit einer Freundin in Köln. Dreieinhalb Stunden entspannte Autofahrt ohne Kindermusik. Endlich einmal wieder Amy Winehouse. Ich liebe diese Musik, diese äußerst erregenden Rhythmen, diesen exzentrischen Drogen-Slang und die verruchten Texte, die so viel Raum für versaute Phantasien lassen. Ich konnte es kaum erwarten, das komfortable Bett unseres luxeriösen Hotelzimmers, endlich auszuprobieren...
Stundenlang studierte ich im Auto angeregt die Liedtexte, und konnte doch nicht alle Anspielungen komplett entschlüsseln. Ich hätte größte Lust, diese Texte zum Übersetzen in meinen Sprachkurs mit zu nehmen. Es würde mich schon sehr interessieren, wie die äußerst lebenserfahrenen Senioren, mit ihren mir weit überlegenen Englisch-Kenntissen, Passagen, wie: "he´s in a place and I can´t get joy...", oder "kept his dick wet..." übersetzen.
Doch nach einem äußerst befriedigenden Wochenende - in einem extravaganten Hotel mit phänomenalem Wellness-Bereich - hatte Flo allerdings auf der Rückfahrt die Idee, dass sich Amys "you love blow and I love puff" nicht unbedingt auf etwas sexuelles beziehen könnte, sondern vielleicht auf ihren Drogenkonsum.
Und dann ist es doch sehr wahrscheinlich, dass ich etwas mehr Erfahrung damit habe, als die älteren Teilnehmer meines Sprachkurses.
Stundenlang studierte ich im Auto angeregt die Liedtexte, und konnte doch nicht alle Anspielungen komplett entschlüsseln. Ich hätte größte Lust, diese Texte zum Übersetzen in meinen Sprachkurs mit zu nehmen. Es würde mich schon sehr interessieren, wie die äußerst lebenserfahrenen Senioren, mit ihren mir weit überlegenen Englisch-Kenntissen, Passagen, wie: "he´s in a place and I can´t get joy...", oder "kept his dick wet..." übersetzen.
Doch nach einem äußerst befriedigenden Wochenende - in einem extravaganten Hotel mit phänomenalem Wellness-Bereich - hatte Flo allerdings auf der Rückfahrt die Idee, dass sich Amys "you love blow and I love puff" nicht unbedingt auf etwas sexuelles beziehen könnte, sondern vielleicht auf ihren Drogenkonsum.
Und dann ist es doch sehr wahrscheinlich, dass ich etwas mehr Erfahrung damit habe, als die älteren Teilnehmer meines Sprachkurses.
Tuesday, 7 June 2011
Nasivins Multifunktions-Gerät
Der "Nasivin-Nasen-Popler" ist in Wirklichkeit ein Kiwi-Löffel. Der Haken ist zum Durchschneiden der Schale und die Ausbuchtung zum Auslöffeln des Fruchtfleisches. Das hat mir eine nette Apothekerin heute erklärt. Warum die Firma Nasivin einen Kiwi-Löffel herstellt, konnte sie mir allerdings nicht sagen. Florian mutmaßte, es sei vielleicht die Übereinstimmung der grünen Farbe der Kiwi und der des grünen Objekts, mit dem sich die Firma Nasivin beschäftigt.
Da ich ein an vielen Themen interessierter Mensch bin, ging ich sofort Kiwis kaufen, um das rätselhafte Gerät zu Hause auszuprobieren. Und der Löffel schmiegt sich tatsächlich erstaunlich gut ins grüne Fruchtfleisch der Kiwi. Genauso gut, wie sich Popel damit aus der Nase pulen läßt. Allerdings war die hervorragende Spitze zum Durchschneiden der Schale von Theas und meinem intensiven Nase-bohren schon etwas stumpf geworden.
Da wir ihn nun besitzen, haben wir beschlossen, ihn einfach situationsabhängig zu benutzen. Will mal eben mal Nase-pobeln oder lieber eine Kiwi essen.
Hauptsache man verwechselt das saftige Fruchtfleisch der Kiwi nicht mit dem glibbrigen Sekret einer verstopften Nase
Da ich ein an vielen Themen interessierter Mensch bin, ging ich sofort Kiwis kaufen, um das rätselhafte Gerät zu Hause auszuprobieren. Und der Löffel schmiegt sich tatsächlich erstaunlich gut ins grüne Fruchtfleisch der Kiwi. Genauso gut, wie sich Popel damit aus der Nase pulen läßt. Allerdings war die hervorragende Spitze zum Durchschneiden der Schale von Theas und meinem intensiven Nase-bohren schon etwas stumpf geworden.
Da wir ihn nun besitzen, haben wir beschlossen, ihn einfach situationsabhängig zu benutzen. Will mal eben mal Nase-pobeln oder lieber eine Kiwi essen.
Hauptsache man verwechselt das saftige Fruchtfleisch der Kiwi nicht mit dem glibbrigen Sekret einer verstopften Nase
Friday, 3 June 2011
Sex, Kois, die Mafia und ich
Der Job bei der Mafia ist grandios. Leider musste ich diesen unglaublichen Bomben-Job trotzdem absagen.
Nachdem das Vorstellungsgespräch heute sehr angenehm war, stellte sich heraus, dass es sich um eine Vollzeit-Stelle handelt. Aber eine 40-Stunden Woche als Terroristin ist - trotz Ganztagsbetreuung - mit zwei Kindern schlicht und einfach nicht machbar. Dafür sind die Kinder zu klein und der Job zu anspruchsvoll.
So eine Chance bekomme ich nie wieder. Ich fühle mich wie ein Japanischer Zierfisch im trockengelegten Zuchtbecken.
Jetzt haben wir noch nicht mal Schokolade im Haus! Heute Abend brauche ich unbedingt Sex. Damit ich wenigstens ein Erfolgserlebnis am Tag habe.
Nachdem das Vorstellungsgespräch heute sehr angenehm war, stellte sich heraus, dass es sich um eine Vollzeit-Stelle handelt. Aber eine 40-Stunden Woche als Terroristin ist - trotz Ganztagsbetreuung - mit zwei Kindern schlicht und einfach nicht machbar. Dafür sind die Kinder zu klein und der Job zu anspruchsvoll.
So eine Chance bekomme ich nie wieder. Ich fühle mich wie ein Japanischer Zierfisch im trockengelegten Zuchtbecken.
Jetzt haben wir noch nicht mal Schokolade im Haus! Heute Abend brauche ich unbedingt Sex. Damit ich wenigstens ein Erfolgserlebnis am Tag habe.
Thursday, 2 June 2011
Der Nasivin-Nasen-Popler
Gestern musste ich in der Stadt mal Nase putzten. Ich ging ich in eine Apotheke, kaufte irgendwas und ließ mir eine Tüte geben. Wie immer war die Apotheken-Rundschau und eine Packung Taschentücher drin.
Zuhause bemerkte ich, dass sich zusätzlich ein äußerst skurilles Gerät darin befand. Es ist grün und seine Funktion blieb mir auch nach intensiver Betrachtung unergründlich. Es hat eine löffelartige Ausbuchtung, eine rundes Loch und eine herausragende Spitze. In eine Richtung gedreht, sieht es aus wie eine durchbohrte Ente, von der anderen Seite betrachtet, eher wie ein missratener Baby-Brei-Löffel.
Thea steckte sofort einen Finger in das Loch und fing ausgiebig an, damit in ihrer Nase zu bohren. "Bäh!" schimpfte ich, und schmiss das grüne Ding direkt in den Müll.
Als die Kids im Bett waren, holte ich das obskure Objekt wieder raus und zeigte es Flo. Er bemerkte, dass Nasivin drauf stand. Und tatsächlich ließ sich die Nase ganz perfekt von den unangenehmsten Nasensekreten reinigen.
Morgen muss ich unbedingt fragen, wie dieses Nasen-Popel-Gerät eigentlich heißt und was es kostet.
Zuhause bemerkte ich, dass sich zusätzlich ein äußerst skurilles Gerät darin befand. Es ist grün und seine Funktion blieb mir auch nach intensiver Betrachtung unergründlich. Es hat eine löffelartige Ausbuchtung, eine rundes Loch und eine herausragende Spitze. In eine Richtung gedreht, sieht es aus wie eine durchbohrte Ente, von der anderen Seite betrachtet, eher wie ein missratener Baby-Brei-Löffel.
Thea steckte sofort einen Finger in das Loch und fing ausgiebig an, damit in ihrer Nase zu bohren. "Bäh!" schimpfte ich, und schmiss das grüne Ding direkt in den Müll.
Als die Kids im Bett waren, holte ich das obskure Objekt wieder raus und zeigte es Flo. Er bemerkte, dass Nasivin drauf stand. Und tatsächlich ließ sich die Nase ganz perfekt von den unangenehmsten Nasensekreten reinigen.
Morgen muss ich unbedingt fragen, wie dieses Nasen-Popel-Gerät eigentlich heißt und was es kostet.
Wednesday, 1 June 2011
Günter Jauch, die Mafia und ich
Ich glaub ich spinn! Die Stadt hat aus heiterem Himmel beschlossen, nicht nur alle Nachmittagsplätze, sondern auch die Gebühren für alle Kindergartenplätze abzuschaffen.
Alle Gebühren! Für alle drei Kindergarten-Jahre! Mit Ganztagsplätzen! Für beide Kinder! Das sind Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Euro pro Monat. Für Jahre.
Ich fühle mich, als hätte ich es bei Günther Jauch bis zur Millionen-Frage geschafft. Jetzt muss nur noch die Zusage für Theas Platz kommen, und ich hab die Million.
Das hat nicht zufällig irgendwas mit der Mafia zu tun?
Alle Gebühren! Für alle drei Kindergarten-Jahre! Mit Ganztagsplätzen! Für beide Kinder! Das sind Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Euro pro Monat. Für Jahre.
Ich fühle mich, als hätte ich es bei Günther Jauch bis zur Millionen-Frage geschafft. Jetzt muss nur noch die Zusage für Theas Platz kommen, und ich hab die Million.
Das hat nicht zufällig irgendwas mit der Mafia zu tun?
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