Tuesday, 4 June 2013

Weitsichtige Lappalie

Ich habe den Augenarzt-Termin hinter mir. Es war genauso wie bei dem anderen Arzt. An der Augendruck-Untersuchung, die er gemacht hat, kann nicht genau erkannt werden, ob ich grünen Star habe. Weil meine Augen sowieso schlecht sind (ca.9 Dioptrien) und ich Hornhautverkrümmung habe, kann man es nicht feststellen. Er empfahl mir eine teure Untersuchung, die die Krankenkasse nicht bezahlt.

Es ist tatsächlich die gleiche Aussage, wie von dem anderen Arzt. Als ich diese Nachricht das erste mal bekommen hatte, fühlte ich mich ziemlich schockiert. Diesmal bin ich eigentlich froh, dass es nicht schlechter geworden ist. Ich werde auf jeden Fall die Untersuchung machen lassen. Und zwar bei diesem Arzt (mein eigentlicher alter Augenarzt), bei dem ist sie nämlich billiger.

Zu meinem Kontaktlinsen-Problem, was letzte Woche beim Optiker untersucht wurde, hat er gesagt, es liegt wahrscheinlich daran, dass ich vielleicht weitsichtig bin. Eine Lappalie! Das kann ich ja mal untersuchen lassen, nachdem ich diese teure Glaukom-Untersuchung gemacht habe und aus der Reha zurück komme...

Trotzdem ging es mir nach diesem Termin ein bisschen besser.

Hochs: 1. kein Anfall; 2. kein schlechteres Augen-Ergebnis; 3 gutes Wetter; 4. die Logo-Hausaufgaben konnte ich relativ schnell machen.


Abschieds-Kindergarten-Fest

Heute gehe ich zum Augenarzt und bin gespannt was er zu grünem Star und jetzt auch noch zur guten Nachricht vom Optiker sagen wird. Doch das ist gar nicht das schlimmste was im Moment in mir vorgeht.

Ich habe mich am Samstag mit Florian gestritten. Wir reden einfach manchmal an einander vorbei, ich fühle mich wegen jedem Witz angegriffen, obwohl es gar nicht so gemeint ist. So oft haben wir uns früher nicht gestritten. Ich weine wegen jeder Kleinigkeit und die Kinder sehen es. Sie sehen, wie ich weine, wie beschissen ihre Mutter ist. Sie kommen und streicheln mich, wollen mich trösten.  Ich will nicht so eine Mutter sein! Ich will für die Kinder eine gute Mutter sein, die sich um alles kümmert und ihnen hilft, wenn sie weinen! Und nicht anders herum!

Gestern war das Abschiedsfest der Schulkinder im Kindergarten. Ich war den ganzen Morgen dort. Es war richtig schlimm. Es sind so viele Mütter, die sich unterhalten, ich bin irgendwie so außen vor. Ich weiß gar nicht mit wem ich reden kann. Ich weiß einfach nicht, was ich sagen soll. Wenn ich was sagen will, bin ich so umständlich, ich drücke mich nicht gut aus. Dann traue ich mich nicht jemanden anzusprechen. Manchmal ist es auch einfach so, dass ich nicht so gut verstehe, was gesagt wird. Dann kann ich auch nicht gut antworten. 

Dann hatte ich mich mit zwei Erzieherinnen unterhalten, jeweils mit einer über Noah und Thea gesprochen. Selbst meine Sprache war nicht gut. Ich habe mich sehr umständlich ausgedrückt. Manchmal haben sie mich nicht sofort verstanden, was ich gefragt hatte, was ich wissen wollte. Das allerschlimmste war aber auch, dass mir die eine Erzieherin gesagt hat, dass Noah nicht viele Freunde hat. Er spielt eigentlich nur mit einem. Eine weile hat er oft auch nur mit Thea und ihrem Freund gespielt, als der große Bruder hat sich um die kleine Schwester gekümmert. Was aber für ihn nicht gut war. Warum wurde mir das vor zwei Monaten anders gesagt? Warum hatte ich es nicht gemerkt?

Jetzt habe ich schon eine solche Panik, das ist nicht gut für ihn. wie kann ich ihm helfen? Dann machte ich einen totalen Mist.

Das Fest hatte beiden so gefallen. Um halb 12 Uhr war das Fest fertig, alle Mütter gingen nach hause und das Mittagessen fing an. Plötzlich hatte ich Noah gefragt, ob er mit nachhause kommen will und er sagte ja. Warum habe ich das gemacht? Alle anderen Kinder sind dort geblieben. Ich hatte noch nicht mal was zu essen zu hause. Ich fühlte mich irgendwie komisch, ich hatte ein schlechtes Gewissen, einfach alleine nachhause zu gehen und die kinder dort zu lassen, obwohl ich gar nichts zu tun hatte. Dass ich eine schlechte Mutter bin. Aber zuhause waren sie alleine. Sie langweilten sich. Alle anderen Kinder blieben dort. Sie hatten gute Laune von dem schönen Fest und haben bestimmt auch noch gut weiter gespielt. Noah und Thea nicht. Sie waren ganz alleine. Kein Wunder, dass sie dann nicht mit anderen spielen können. Dass sie sich abkapseln und sich nicht mit anderen Kindern anfreunden können. Das ist doch etwas, was wichtig ist und um was ich mich kümmern muss. Was ich für sie tun muss. Und was mache ich? Ich nehme sie nachhause mit, ich kapsel sie ab. Ich habe es falsch gemacht. 

Aus lauter Panik musste ich mich dann irgendwie ablenken, um mich nicht wahnsinnig zu machen. Ich habe mit der Deutschen Rentenversicherung telefoniert, um zu versuchen hartnäckig zu sein, um einen frühen Aufenthalt zu bekommen. Doch es war noch schlimmer. Mir wurde gesagt, dass ich keinen Aufenthalt bekommen kann, weil ich vor einem halben Jahr schon einen gemacht hatte, und dann erst nach vier Jahren ein neuer genehmigt werden kann. Da kam die nächste Panik. Wenn das nicht klappt, dann weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich machen soll. Dann habe ich keine Perspektive mehr. Meine Sprache verbessert sich nicht. Mein leben bekomme ich nicht gebacken, um meine Kinder versuche ich mich gut zu kümmern. Aber ich mache schon wieder etwas falsch. 

Jetzt gehe ich gleich zum Augenarzt. Ich hab Angst. Was wird es neues geben?

Saturday, 1 June 2013

Schlechte Aussichten

Bisher habe ich nichts über meine Augen geschrieben. Ich fand, dass meine Aphasie schlimm genug ist und ich nicht auch noch über andere Probleme schreiben kann. Aber heute gab es einfach wieder eine neue schlechte Nachricht.

Ich war heute bei Fielmann und hatte mir meine Augen untersuchen lassen, weil ich mit Kontaktlinsen nicht gut sehen kann.

Rückblick: Bei einigen Ärzten war ich schon, bei mir wurden zwei Gesichtsfeld-Untersuchungen durchgeführt. Der eine Arzt hat gesagt, dass man eine leichte Einschränkung des linken Auges sieht, die der Grund der Operation ist, was aber nicht schlimm ist. 

Der zweite Arzt hat gesagt, dass es nicht nur eine Einschränkung am linken Auge gibt, sondern auch am rechten und er vermutet, dass es grüner Star ist. Er hat gesagt, dass es nicht hunderprozentig sicher ist und hat mir eine weiter Untersuchung empfohlen. Diese Aussage hat mich so schockiert, dass ich an gar nichts mehr denken konnte und nicht verstanden hatte was für eine Untersuchung das ist - nur dass diese Untersuchung 220 Euro kostet, aber nicht von der Krankenkasse bezahlt wird! Warum die Krankenkassen nicht bezahlen, obwohl es eine Vermutung zu einer so krassen Augen-Krankheit ist (der grüne Star kann nicht operiert werden, sondern durch die medimenkamentöse Behandlung den Augendruck senken kann um die Erblindung durch den grünen Star zu stoppen), macht mir diese Aussage schon ein bisschen suspekt. Also habe ich noch einen Termin bei einem anderen Augenarzt. Der Termin ist am nächsten Dienstag. 

Aber das ist ja nur der erste Teil meines Augenproblems.

Teil 2: Heute war ich beim Optiker, um mein Problem mit den Kontaktlinsen zu lösen. Ich sehe nämlich mit den Linsen nicht so gut, wie mit der Brille - und nicht so gut wie mit den Linsen vor der OP. Ich dachte, es würde vielleicht daran liegen, dass sich die linke Schläfe in der OP ein bisschen verschoben hat und die Linsen deshalb nicht mehr gut sitzen. Nach dem Test heute hat mir der Optiker aber etwas anderes gesagt, nämlich dass die Kontaktlinsen zwar tatsächlich nicht so gut sitzen wie bisher. Dass ich aber nicht gut sehe, liegt nicht nur an der Linse, sondern daran, dass die Leistung meines linken Auges bei ca. 50-60% liegt. Das ist so schwach, dass  das rechte Auge die Sehfähigkeit übernimmt. Das ist der Grund, weshalb das Sehen in bestimmten Situationen so komisch ist. Genau so komisch ist es bei mir.

Er sagt, neue Kontaktlinsen, die besser passen, können das Sehen schon ein bisschen verbessern, aber weil mein linkes Auge nur 50% der Sehleistung hat, wird es nicht viel sein.

Ich freue mich schon auf meinen Termin bei meinem Augenarzt am nächsten Dienstag. Da geht es ja über den grünen Star... Ich will am liebsten zu keinen Ärzten mehr gehen.

Hoch: 1.kein Anfall, 2. Der tolle Kommentar von Annika; 3.Noah hat bei der Verkehrserziehung eine richtig tolle Situation gemacht, bei der der Polizist geklatscht hat.

Das beste in meinem Leben sind die Kinder.

Wednesday, 29 May 2013

Feuchte Probleme im WC

Schon seit einiger Zeit habe ich Probleme in unserem WC. Die Kinder müssen ihre Feuchttücher zum Popo-wischen irgendwie gut erreichen können. Und die wichtigen  kosmetischen Dinge, wie Sonnencreme und Handcreme, Pflaster und  Heil- und Wundsalbe, Antibrumm-Spray (gegen Mücken und Zecken) und Fenestil-Gel (gegen Brenneseln und Bienenstiche) müssen irgendwie zusammen auf dem Fensterbrett aufbewahrt werden.  

Heute dachte ich, ich hätte beide Probleme gelöst. 1. Ich kaufte einen weichen, rosanen Stoffkorb für die kosmetischen Utensilien. 2. Ich fand eine Kiste, die verkehrt herum neben dem Klo stehen sollte. Auf dem Seitenrand sollte eine Feuchte-Klopapier-Box gut erreichbar oben draufstehen (und drunter sollten sogar Klopapierrollen aufbewahren werden können). 

Ich war froh und stolz, beide Probleme so kreativ gelöst zu haben und kaufte sie sofort. Dann machte ich mich schnell auf den Weg nachhause.

Und schon bin ich bei meinen Tiefs: 1. Die Kiste für das Klo ist zu klein! 
2. Schon wieder schlechtes Wetter; 3. Noahs Fußball-Training ist ausgefallen; 4. Ich habe vergessen bei der BKK anzurufen.

Hoch: 1. Kein Anfall; 2. Der neue Stoffkorb sieht super aus ; 3. In meiner Ergotherapie-Stunde konnte ich eine knifflige Aufgabe ganz gut lösen.

Monday, 27 May 2013

I don´t like monday

Montage sind Scheiße. Heute war er besonders beschissen.

Ich musste unbedingt mit meiner Krankenkasse telefonieren, um über den Antrag auf meinen Reha-Aufenthalt zu sprechen.

Schon wieder zur Reha gehen ist furchtbar. Ich mache mir zwar ein bisschen Hoffnung, dass ich durch eine intensive Therapie meine Sprache verbessern kann. Aber es ist so schrecklich wieder drei Wochen nicht zuhause zu sein. Die Kinder ohne ihre Mutter. Noah wird Anfang August eingeschult. Ich muss unbedingt die Reha schon hinter mir haben. Ich will dabei sein. Ich muss dabei sein! Im Juli haben wir eine Woche Camping-Urlaub in Italien gebucht. Ab in den Süden! Kein Alltag, keine Therapie, keine Probleme... Ich bin urlaubsreif. Dann müsste ich im Juni in die Reha. Wahrscheinlich klappt das nicht.

Das schreckliche Wetter machte unseren Tag eintönig und trist. Noah und Thea waren launisch und gelangweilt. Sie turnten laut und wild durch das ganze Haus. Mir dröhnten die Ohren und mir fiel die Decke auf den Kopf. 

Mit der Krankenkasse konnte ich nicht telefonieren, den Bericht von meiner Ergotherapeutin habe ich nicht bekommen.  In meiner Logopädie-Stunde war ich nicht besonders gut. Die Kinder hatten schlechte Laune. 

Thea (10 Minuten nach dem Kindergarten): Wir haben Hunger.
Ich: Ihr habt doch gerade im Kindergarten was gegessen.
Thea: Uns knurrt der Magen.
Ich: Ich schmier euch ein paar Brote.
Thea: Nein, wir wollen Schokolade.

Noah (15 Minuten nach dem Kindergarten): Können wir was gucken?
Ich: Ihr seid doch gerade erst aus dem Kindergarten gekommen.
Noah: Wir langweilen uns. 
Ich: Wir haben so viele Spielsachen .
Noah: Wir finden alles blöd.

Ich (nach 20 Minuten): Könnt ihr aufhören zu schreien?
Noah und Thea: Was sollen wir sonst machen? 
Ich: Wir können ja "Pirat ärger dich nicht" spielen.
Noah und Thea: Keine Lust.
Ich: Was wollt ihr denn sonst?
Noah: Was gucken
Thea: Schokolade essen.
Ich: Ok.

Scheiß Tag!

Hoch: 1. kein Anfall; 2. Mit Noah und Thea 300gr Milka NussNougat Schokolade gegessen; 3. Wicki und die starken Männer geguckt. 

Sunday, 26 May 2013

Bayern München Tief

Ich hatte den ganzen Tag schlechte Laune. Es regnete ununterbrochen und ich war deprimiert und niedergeschlagen. Bayern München hat die Champions League gewonnen. Noah hatte gute Laune.

Was habe ich falsch gemacht? Wie kann es sein, dass er Philipp Lahm mehr liebt als mich? Ich bin eine schlechte Mutter! 

Hoch: 1. kein Anfall; 2. mir fehlten nicht viele Worte, ich konnte es gut umschreiben; 3. nette Unterhaltung mit zwei Freundinnen, ich konnte ein lustiges Erlebnis witzig erzählen.

Saturday, 25 May 2013

Die Zähne der Bayern

In der Nacht war die Zahnfee bei uns. Sie hat Noah eine neue Zahnbürste geschenkt. Er war enttäuscht, weil es kein Star Wars Legospielzeug für 49,95 Euro war. Ich war ein bisschen schadenfroh, eine neue Zahnbürste ist genau das richtige für die neuen "Erwachsenen-Zähne". 

Nach dem ersten Zähne putzen bekam er dann doch noch ein kleines Lego-Spielzeug. Aber nur für 15,95 Euro. Er fand es besser als Star Wars.

Hoch: 1. kein Anfall,  2. keine Sprachprobleme, kein Missverständnis 3. Thea taucht im Hallenbad ohne Schwimmflügel

Wenn die Bayern verlieren habe ich ein riesen großes Wolkenkratzer-hohes Hoch!

Friday, 24 May 2013

Das Hoch-Tief-Spiel

Gestern Abend habe ich darüber nachgedacht, was ich eigentlich schreiben will. So wie das Tagebuch der Maria M. vorher war, kann ich nicht mehr schreiben, und wie ich es machen werde, weiß ich nicht.

Ich will auf jeden Fall nicht jammern und mich selbst bemitleiden. Ich will nicht über die neuen Leiden der Maria M. schreiben. Ich will das machen, was mir vor der OP Spaß gemacht hat: einfach Schreiben (und mir vielleicht auch was lustiges einfallen lassen...).

Heute morgen hatte ich eine kleine Idee. Eine Zeit lang habe ich mit meinem Sohn beim schlafen gehen unser Hoch-Tief-Spiel gespielt. Wir haben darüber gesprochen, wie unser Tag war. Die schönen Dinge sind die Hochs, die blöden Dinge sind die Tiefs. Jeder hat drei davon erzählt. Als letztes waren es die Hochs. 

Danach hat er gut geschlafen. Vielleicht klappt es bei mir auch.

Thursday, 23 May 2013

Back to life, back to reality, back to Maria M.

Vor genau 7 Monaten wurde mein Gehirn operiert. Seit dieser Zeit hat sich mein Leben verändert.

Ein Jahr lang hatte ich versucht mit Tabletten meine Krankheit zu bewältigen (Epileptische Anfälle), aber es hat nicht geklappt. Nach dem Beginn meiner Krankheit hatte ich  angefangen zu schreiben. Mein Blog hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat mich von meiner Krankheit abgelenkt. 

Am 23.Oktober 2012 wurde aus meinem Gehirn der linke Hippocampus entfernt. Ein schwerwiegendes Problem wurde damit beendet, aber die Operation hat mein Leben schwerwiegend verändert. Mein Sprechen, mein Lesen, mein Schreiben. Jetzt habe ich keine Anfälle mehr, aber ich habe auch kein gutes Gedächtnis mehr. Mein Gedächtnis ist jetzt an der Grenze vom durchschnittlichen zum unterdurchschnittlichen Niveau. Meine Sprache ist sogar tief unter dem Durchschnitt.

Ich habe Aphasie. Ich kann nicht mehr gut reden, mir fehlen Worte, ich kann mich oft nicht richtig aus drücken, ich mache Fehler mit den Artikeln und meine Grammatik ist nicht immer richtig. Außerdem kann ich mir viele Dinge nicht gut merken, zum Beispiel Fernsehen, Unterhaltungen verstehen und Bücher lesen. Sprechen, Lesen und Schreiben war wichtig in meinem Leben, es war ein Teil von mir selbst, meine Hobbies, mein Job. Jetzt habe ich einen anderen Job: ich mache Logopädie und Ergotherapie, aber leider hab ich mich nach einem halben Jahr nicht besonders verbessert. 

Es sind so viele Dinge, die ich lernen muss. Ich weiß einfach nicht wie. Und manchmal weiß ich auch gar nicht was. Jetzt habe ich mich entschieden. Ich will schreiben. Und ich will es mit einem Tagebuch versuchen.

Heute fange ich damit an.


Monday, 6 August 2012

Telefonat mit dem Weihnachtsmann

Gestern hat Noah mit dem Weihnachtsmann telefoniert.

Ich hatte mal wieder das Telefon so gut aufgeräumt, dass wir es nicht fanden. Also nahm Florian sein Handy und rief auf unserem Festnetz an. Das Klingeln kam aus der Küche und Noah, der gerade dort stand, schnappte sich den Hörer und ging dran.

Noah: Hallo?
Weihnachtsmann: Hallo.
Noah: Wer ist da?
Weihnachtsmann: Der Weihnachtsmann.
Noah: Echt?
Weihnachtsmann: Ja, echt!
Noah: Und was willst du?
Weihnachtsmann: Ich suche das Telefon.
Noah: Welches Telefon?
Weihnachtsmann: Das Telefon, das du gerade in der Hand hast.

Noah nahm sofort den Hörer vom Ohr und starrte das Telefon an.

Noah: Nein, das ist unser Telefon.
Weihnachtsmann: Egal, ich will es haben!
Noah: Nein, dann haben wir doch keins mehr.
Weihnachtsmann: Egal, ich will es trotzdem!
Noah: Nein, es gehört uns.
Weihnachtsmann: Gib es mir sofort!
Noah: Nein, dann haben wir ja keins mehr!

Weihnachtsmann: Ich schenk euch zu Weihnachten ein neues.
Noah: Echt?
Weihnachtsmann: Echt.
Noah: Versprochen?
Weihnachtsmann: Versprochen.