Monday, 3 December 2018

3. Dezember: Rachel Joyce: Mister Frank und Herold Fry


Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. Doch eines Tages taucht die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sie ist blass und schön und zerbrechlich…
Doch so sehr Frank sich auch bemüht, er kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt…
Ich habe das Buch gelesen weil mich das Thema Gespür für Musik interessiert und weil mir „Die unwahrscheinliche Reise des Harold Fry“ von Joyce sehr gefallen hat.
Mister Frank ist eine ruhige, verträumte Geschichte übers Zuhören, über Liebe und Freundschaft und ganz viel über Musik…
Manchmal ist es ein bisschen kitschig, aber toll, wie anschaulich Rachel Joyce über Musik geschrieben hat – da bekommt man Lust diese Musik zu hören.





„Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten. Ich werde laufen, und Du wirst leben.“

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Quer durch England bis zu Queenies Hospiz. Eine Reise, in der er Zeit zum Nachdenken hat, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau. Für seinen Sohn. Für sich selbst. Und für uns alle.

Ein ungewöhnlicher Roman über eine ungewöhnliche Pilgerreise dieses Mannes quer durch England, quer durch das Leben, die Gedanken, die Albträume, die ihn plagen und uns nachdenklich stimmen.

Harald Fry hat mir besser gefallen als Mister Frank.

Sunday, 2 December 2018

2. Dezember: Lucy Fricke: Töchter



Martha und Betty kennen sich seit zwanzig Jahren und keine ist so richtig glücklich mit sich. Martha hat drei erfolglose Schwangerschaften hinter sich und Betty knabbert immer noch an ihrem neuen Roman. Was sie verbindet ist das jeweils nicht gelöste Vater-Problem. Marthas Vater war nie für sie da, Bettys Vater hat sich früh aus dem Staub gemacht.

Doch dann ruft plötzlich Marthas todkranker Vater an und bitte sie um Sterbehilfe. Und alles kommt ganz anders als geplant...

Mit Humor und Sarkasmus erzählt Lucy Fricke von zwei Frauen in der Mitte ihres Lebens, von Vätern, die zu früh verschwinden, und von einer Reise durch die Schweiz und Italien, bis nach Griechenland. Immer tiefer in die eigene Geschichte und Vergangenheit der beiden Freundinnen.

Ein modernes Roadmovie, von zwei Frauen, die nicht nur Töchter von schwierigen Vätern - sondern vor allem auch Freundinnen sind.

Das Buch kann man in einem Rutsch lesen. Es ist witzig und komisch, aber auch tiefgründig und hat mich auch ganz schön nachdenklich gestimmt. 


Schließlich sind sie auch in meinem Alter.

Saturday, 1 December 2018

1. Dezember: Kristin Hannah: Die Nachtigall



Zweiter Weltkrieg. Zwei Schwestern und zwei unterschiedliche Lebensweisen im besetzten Frankreich:

Vianne, die Ältere, muss ihren Mann in den Krieg ziehen lassen und wird im Kampf ums Überleben ihrer kleinen Tochter vor furchtbare Entscheidungen gestellt.

Die jüngere, Isabelle, schließt sich der Résistance an. Über den „Pfad der Nachtigall“, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen, führt sie abgeschossene Piloten der Allierten aus Frankreich raus.

Das Buch ist sehr spannend und auch unheimlich traurig. Es ist einfach unerklärlich wie es zu so einem schrecklichen, grausamen Krieg kommen konnte.

Was sind das für Menschen, die den Mord von 6 Millionen Juden als „Endlösung“ ansehen können?

Übrigens beruht der Roman auf einer wahren Geschichte.

Also dreifach lesenswert: spannend, berührend und authentisch.

Ein schöner Schinken für lange Nächte.

Friday, 30 November 2018

Und so funktioniert mein Bücher-Adventskalender...

Ich stelle euch jeden Tag ein Buch vor, das ist gerne gelesen habe und auch weiter empfehlen kann.

Manche fand ich ganz toll, manche weniger, aber doch lesenswert. Zwei Jugendbücher, die ich auch für Erwachsene gut finde. Ein paar anspruchsvolle, aber auch welche, die sehr leicht und schnell zu lesen sind. (Da ich jetzt erst am 4.12. starte, setze ich einfach die drei Bücher, die mir am wenigsten gefallen haben aus.)

Ein paar Bücher finde ich besonders gut. Interessante Themen, gut geschrieben und mit Gedanken, die bleiben. Diesen Büchern habe ich das "VIB" vergeben: Very Importent Book.

Noch etwas ist mir wichtig zu erwähnen. Ich habe es nicht geschafft für jedes Buch eine eigene Rezension zu schreiben. Deshalb habe ich für den Inhalt des Buches oft einfach die Klappen-Texte der Bücher oder kurze Teile/Sätze von Amazon-Bewertungen übernommen, gekürzt oder umformuliert.

Da es aber sehr wenig ist, was ich "abgeschrieben" habe, sehe ich darin keine Verletzung des Urheberrechts.

Selbstverständlich schreibe ich dann immer dazu, wie ich es finde, weshalb es mir gefallen hat und wem ich es empfehlen kann.

Ich würde mich soooooo freuen, wenn es euch gefällt und überhaupt wenn es viele lesen!!!!

Der aktueller Zustand

Die OP habe ich gut überstanden. Es ist alles so gelaufen wie es sein sollte.

Die ersten Tage habe ich nichts gesehen, nur als ob ich in einem trüben Wasser die Augen offen habe, und sehe wie sich das Wasser bewegt, wenn ich mich bewege.

Inzwischen ist die Flüssigkeit nach unten gesunken und ich sehe schemenhaft meine Umgebung. Es ist, als ob ich mit dem Auge halb im Wasser und halb über Wasser bin. Aber ich sehe sehr schlecht.

Schmerzen habe ich keine. Ich merke nur, dass sich das linke Auge anders anfühlt als rechts. Manchmal kratzt es ein bisschen, manchmal fühlt es sich trocken an.

Heute hatte ich den zweiten Kontrolltermin bei meiner Augenärztin. Sie sagt, es hat sich alles gut entwickelt und der Eingriff ist schon gut verheilt.

Krank geschrieben bin ich bis Ende nächster Woche. Am Freitag muss ich nochmal zur Kontrolle, dann mal sehen wie es sich entwickelt hat. Sie sagt aber, dass ich wohl noch weiterhin krank geschrieben werde. Ich soll Geduld haben, es braucht seine Zeit. 

Die muss ich mir wohl geben.

Schlimm ist, dass ich das Gefühl habe, dass es bei meiner Arbeit egal ist, ob ich dieses Jahr wieder anfangen kann zu arbeiten oder nicht. Meine beiden Kolleginnen können problemlos die wenige Arbeit, die mache, übernehmen.

Und ich finde es auch nicht schlimm noch eine weitere Woche krank geschrieben zu werden, denn arbeiten gehen und nicht viel zu tun haben macht auch keinen Spaß. Dann bleibe ich lieber noch etwas länger zu Hause, lese, ruh mich aus, verbringe etwas mehr Zeit mit Noah und Thea, schreibe Tagebuch, mache das Rumänien Fotobuch fertig...

und versuche nicht zu viel zu denken.

Monday, 26 November 2018

Still alive


Die Felsen meiner Brandung

Gerade habe ich meinen Kulturbeutel für Bremen gepackt.

Da ist fast nichts drin. Ich brauche keine Sachen für die Kontaktlinsen, kein Duschgel, Shampoo, Spülung. Kein Schminkzeug.

Nur meine Oil of Olaz Gesichtscreme, mein Dove Spray und meine Zahnbürste begleiten mich.

Wie gut das ich sie habe, meine drei Felsen in der Brandung.

Jetzt geht's los. Ich habe Angst, nicht mehr aufzuwachen, ich habe Angst zu erblinden.

Wie schade, dass weder Oil of olaz, noch Dove und Colgate mir da helfen können.

Saturday, 24 November 2018

Nicht Glück gehabt!

Thea hat nicht Kay gezogen. Thea hat Finn gezogen.

Das ist fast noch schlimmer als Kay. Finn ist neulich Jule hinterher gelaufen und wollte ihr ein Küsschen geben...

Igitt!!!


Friday, 23 November 2018

Endspurrt!

Feierabend!

Montag, 11:45  komm ich unters Messer.

Mal sehen wann dann Messung nächster Arbeitstag sein wird. Und mit wie vielen Augen ich sehen werde.

Jetzt erstmal positiv sehen, dass ich eine Weile nicht arbeiten muss...

Thursday, 22 November 2018

Das Problem mit Kay

Nachdem wir es am Samstag geschafft hatten, die Schuhe für Thea nicht bei Schuhkay zu kaufen, war Thea sehr erleichtert.

Doch das Problem mit Kay ist noch nicht ganz gelöst.

In dieser Woche  läuft in der Schule die Aktion "Gewaltfrei lernen", in der den Kindern spielerisch Methoden und Strategien gezeigt werden, wie man Probleme lösen kann ohne sich zu verhauen, prügeln und schlagen.

Thea macht es Spaß, sie erzählt mir viel davon und ich finde, sie zeigen ihnen auch Ideen, mit denen man (Kinder und auch Erwachsene!) Probleme praktisch lösen können.

Allerdings ist sie die ganze Woche schon aufgeregt, denn schon am Montag wurde ihnen verkündet, dass sie am Ende der Woche ein Karte mit dem Namen eines Klassenkameraden ziehen müssen, zu dem sie nächste Woche besonders nett sein müssen. Denn für einen gewaltfreien Umgang mit den Mitmenschen, ist die wichtigste Regel: zu allen nett sein und Gutes tun.

Ich finde die Idee witzig und es passt auch so schön zu der kommenden Adventszeit. Thea findet es überhaupt nicht witzig. Und seit gestern weiß ich weshalb.

Ich: Was ist denn so schlimm dran?
Thea: Aber was soll ich denn machen?
Ich: Du könntest demjenigen ja mal den Killer oder Radiergummi leihen...
Thea: Ja... aber der sitzt ja vielleicht nicht neben mir!
Ich: Oder wenn auf dem Schulhof was runtergefallen ist...
Thea: Ich renn dem doch nicht ständig hinterher!
Ich: Naja, du bist ja in der Pause immer mit welchen zusammen. Dann kannst du ja auch schauen, dass ihr in der Woche mehr zusammen spielt..
Thea: Du verstehst das nicht! Das ist ja das Problem!

Nein, versteh ich wirklich nicht. Ich gucke sie fragend an.

Ich: Und was ist das Problem?
Thea: Was mach ich, wenn das Kay ist?

Jetzt versteh ist das Problem: dann denken ja alle, dass sie in Kay verliebt ist! Und das ist sie ja überhaupt gar nicht.





Thea: