Monday, 19 November 2018

No Chance!

So, ich habe gerade meinen Gesundheitscheck hinter mir. Alles okay.

Schade, keine Chance die Augen OP abzusagen.

Heute in einer Woche komm ich unter's Messer.

Wednesday, 14 November 2018

Der frustrierte Briefkasten

Ich habe bisher noch gar nicht über das Feedback-Gespräch mit meiner Chefin geschrieben. In der letzen Woche haben mich Florians Geburtstag und Noahs Geburtstagsfest davon abgelenkt.

Doch jetzt ist es wieder da und es sitzt ganz schön tief im meinem Gemüt.

Das Gespräch war an sich ganz nett und positiv, was meine Arbeit, den Kontakt mit den Studenten und meinen Kolleginnen und Kollegen betrifft. Doch es hat mir auch klar gemacht, dass ich in diesem Job keine realistische Perspektive auf Verbesserung habe.

Ich hatte ihr offen gesagt, dass ich mit meiner Arbeit nicht ausgelastet bin und noch Arbeit übernehmen könnte, bzw gerne auch übernehmen würde. Und ich habe ihr auch gesagt, dass ich ab September meine Arbeitszeit gerne um fünf Stunden aufstocken würde.

Ein bisschen überrascht war sie, hat das aber verständnisvoll aufgenommen. Doch sie hat auch gesagt, dass sie mir nicht viel Arbeit übergeben kann. Die Nachfrage auf Bafög hat abgenommen, so dass eigentlich jetzt schon eine Sachbearbeiterin zu viel in ihrer Abteilung ist, und erst zwei Jahren wird im Sekretariat eine Stelle frei (und das ist ausgerechnet meine nette Kollegin, die dann in Rente geht).

Sie hat dann noch gesagt, sie wird es an die anderen beiden Abteilungen des Hauses weitergeben, vielleicht könnte ich für sie noch Arbeit übernehmen.

Zum Schluss hat sie in dem Feedback-Bericht aufgeschrieben, der dann in die Personalabteilung kommen wird. Was daraus wird steht in den Stern.

Aber Hoffnungen, dass sich bald etwas an meiner Situation ändern wird, hat mir das Gespräch nicht gemacht.

Und jetzt langweile ich mich weiterhin bei der Arbeit, denke zu viel nach, habe Angst vor meiner Augen-OP und vermisse ganz schrecklich die Zeit damals in Stuttgart, als ich Buchausstellungen und Lesungen organisiert habe, Pressetexte geschrieben und Autoren kennengelernt habe.

Ich bin einfach todunglücklich, dass ich nicht mehr die bin, die ich einmal war! Und noch nicht mal eine Perspektive habe etwas Besseres zu werden, als ein "lebendiger Briefkasten" (wie mich eine Kollegin einmal genannt hat) oder eine Empfangsdame, die, die Post annimmt.

Monday, 12 November 2018

Nicht verliebt in Kay!

Am Samstag war ich mit Thea in der Stadt, um Schuhe zu kaufen.

Nachdem wir bei Deichmann nicht fündig wurden, gingen wir zum nächsten Schuhladen. So, wie wir das immer machen.

Diesmal wurde es anders. Vor dem nächsten Schuhladen blieb sie apprubt  stehen.

Thea: Oh, mein Gott!
Ich: Was ist los?
Thea: Da geh ich nicht rein!

Und plötzlich lief sie ganz schnell vorbei. Ich hinterher.

Ich: Thea warte! Na klar gegen wir da rein.  Dort kaufen wir doch meistens Schuhe für dich.
Thea: Jetzt nicht mehr. Da gehe ich nie wieder hin!

Ich verstand nur Bahnhof.

Ich: Wieso denn?
Thea: Der Laden heißt "Schuhkay"!
Ich: Ja, und?
Thea: Nichts: ja, und?! Ich hasse Kay!
Ich: Wer? Kay aus deiner Klasse?
Thea: Ja, Kay aus meiner Klasse.

Zwar hatte sie schon einige Kommentare in die Richtung gegeben, aber so extrem noch nicht.

Ich: Aber das hat doch nichts mit den Schuhen zu tun!
Thea: Doch. Ich ziehe keine Schuhe an aus einen Laden der "Kay" heißt.
Ich: Aber da gibt's doch die ganz normalen Schuhe, alle Marken, auch Puma...
Thea: Nein Mama, wenn ich da Schuhe kaufe, denkt er doch jeder, dass ich in ihn verliebt bin...

Ich musste grinsen.

Ich: Ach so, und du bist nicht in ihn verliebt?
Thea: Nein! Absolut nicht!
Ich: Also, meine sind von Schuhkay...

Sie blieb stehen, guckt zu einen Schuhen und lief wieder los.

Thea: Die sind ja auch total hässlich!
Ich: ...und die, die du jetzt anhast sind auch von Schuhkay...
Thea: Ach du Scheiße! Ich bin nicht in ihn verliebt! Kapiert?

Kapiert!

Dieser Laden wird ab jetzt boykottiert.

Friday, 9 November 2018

Der Schicksalskuchen von Maria M.

Der 9. November: der 313 Tag des gregorianischen Kalenders

und der Schicksalstag Deutschlands:

09.11.1918:
Novemberrevolution: Ausrufung der deutschen Republik

09.11.1923:
Gescheiterter Hitlerputsch in München

09.11.1938:
Reichspogromnacht, Nazi Angriffe an Synagogen und jüdische Geschäfte, Beginn der Ermordung tausender Juden

09.11.1989:
Fall der Berliner Mauer, Beginn der Wiedervereinigung Deutschlands

09.11.2018:
Gebackener Marmorkuchen von Maria M. für das Geburtstagsfest ihres Sohnes an nächsten Tag

Sunday, 4 November 2018

Langeweile, Zigaretten und tiefgründige Gespräche

Ich vermisse meine Kontaktlinsen.

Ohne sie kann ich nämlich nicht schwimmen. Ohne schwimmen gehen sind meine Wochenenden öde.

Ich habe viel zu viel Zeit zum Nachdenken. Schwelge in meinen Erinnerungen an die Zeit mit dem tollen Job. Mache mir Sorgen um die OP. Mache mir Sorgen um meinen Job.

Denn auch meine Woche ist öde. Ich habe bei der Arbeit nicht viel zu tun - viel zu wenig! - obwohl jetzt die Hoch-Zeit für die BAföG-Antragstellung ist.

Doch dieses Jahr wurden bisher weniger Anträge gestellt und inzwischen kommen auch nicht mehr so viele Studenten zu mir.

Die Anträge können im Internet heruntergeladen werden. Viele Sachen können auch per E-Mail geschickt werden. Die GEZ Bescheinigung wird ihnen gleich mitgeschickt. Also kommen die Studenten nicht mehr so oft persönlich vorbei wie letztes Jahr.

Somit bin ich recht schnell mit der Post fertig und langweile mich. Das kann so nicht weitergehen!

Am Dienstag habe ich das obligatorische Feedback Gespräch mit meiner Chefin.

Zwar hat sie gemerkt, dass weniger los ist als letztes Jahr, aber ich glaube, sie weiß nicht, in welchem Ausmaß es bei mir wirklich ist.

Das muss ich in diesen Gespräch aus jedem Fall mit ihr klären. Und dann mal sehen wie es weitergeht.

Sie muss überlegen was für Arbeit sie mir noch geben kann und dann muss ich mich überwinden mir auch was neues zuzutrauen.

Das ist nicht einfach. Mir graut es vor diesen Gespräch.

Ich habe Lust auf eine Zigarette!

Tuesday, 30 October 2018

Liebe Frau Merkel...

Vielen Dank, vielen Dank, dass Sie den Vorsitz abgeben!

Das zeigt, dass Sie die Denkzettel aus Hessen und Bayern ernst nehmen, dass sie uns Menschen ernst nehmen -und Konsequenzen ziehen.

So kann es nicht weiter gehen!

Gut, dass Sie jetzt gehen.

Lieber Herr Seehofer, bitte, bitte tun auch Sie was für unser Land!

Danken Sie endlich ab! Dann danken wir auch Ihnen!

Und die Stimmung in Deutschland geht endlich wieder aufwärts!

Sunday, 28 October 2018

Ticktack, ticktack...

Die Uhr tickt. In vier Wochen werde ich am Auge operiert. Ich zähle die Tage.

Ich möchte vor der OP auf jeden Fall noch einmal tanzen gehen, zwei Freundinnen treffen. Noch zwei Bücher lesen, Rezensionen schreiben...

Am 26.November bin ich dran. Mein linkes Auge operiert. Danach drei Wochen krank geschrieben. Ausgeknockt.

Wer weiß wann mein Leben wieder normal sein wird. Wann ich wieder normal sehen kann. Ob ich irgendwann besser sehen kann als jetzt.

Wer weiß was aus meinem Auge wird?

Tuesday, 23 October 2018

Happy birthday, Alter Ego

Heute habe ich Geburtstag. Am 23.10.2012 wurde ich operiert.

Mein Alter Ego ist 6 Jahre alt.

Sunday, 21 October 2018

Wunderliche Worte...


Das Foto wurde auf der Frankfurter Buchmesse gemacht.

Ich finde es passt sehr gut zu mir.

So viele Worte und Gedanken, die meinen ganzen Körper, meine Seele bewegen.

Den Schatten habe ich zu Hause noch dazu gebastelt.

So passt das Foto noch besser zu mir.



Die Gedanken sind frei! 
Sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten. 
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen...

Und ich kann sie auch nicht kontrollieren.

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.

Die eine lebt ihr "normales" Leben, liebt ihre Familie, hat Freunde, macht Sport. Ist Glücklich. Zufrieden.

Die andere ist nicht zufrieden, will nicht spießig sein. Würde so gerne die Zeit zurückdrehen. Fühlt sich eingeengt. Gefangen. Will frei sein. Unabhängig. Träume verwirklichen.

Die zweite Seele lässt nicht los. Sie ist mein dunkler Schatten. Verwegen, hartnäckig, hell wach.

In meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit.

Friday, 19 October 2018

Schusseltag

Heute war nicht mein Tag.

Gleich beim Aufstehen bin ich mit dem rechten Schienbein an die Bettkante geknallt, mit dem linken Schienbein in der Küche an die offenen Spülmaschine gestoßen und als ich Noahs Sporttasche hinter dem Sofa hoch holen wollte, bin ich noch mit der Stirn an der Treppenstufe geknallt.

Außerdem habe ich im Bus die Haltestelle zu meiner Arbeit verpasst und habe meine Jacke im Büro vergessen.

Meine Beine tun zwar ein bisschen weh, aber nicht zur vergleichen mit meiner Stirn. Ich habe eine so beeindruckend dicke Beule, dass ich ernsthaft überlege, mir schnell einen Pony zu schneiden.