Wednesday, 29 July 2015

Die Gespensterjäger des Noah M. (frei nach Cornelia Funke)

1. Kapitel: Noah
Hallo, ich bin Noah, einer der besten Gespensterjäger der Welt. Ich brauche einen Gehilfen. Wer wird wohl diese Aufgabe übernehmen? 
Tom!

2. Kapitel: Tom
Tom ist ein Gespensterjäger! Er wollte unbedingt mit seinen Freunden Gehilfe sein.

3. Kapitel: Hedwig
Hedwig Kümmelsaft ist eine Gespensterjägerin. Sie ist eine Freundin von Tom.

4. Kapitel: Hugo
Hugo ist ein MMUG (Mittelmäßiges, unheimliches Gespenst). Er ist ein Gespensterjäger und ein Freund vom Tom.

5. Kapitel: Das Treffen
Heute war ein Treffen. Das war ein Treffen, wo die Gefolgschaft vom Noah bestimmt wurde.

6. Kapitel: Was auf dem Treffen geschah...
Es ist eine Mutprobe. Sie mussten einen Zargorot besiegen. Tom, Hugo und Kümmelsaft waren zusammen. Sie benutzten eine gute Methode.

7.Kapitel: Der Zargorot
Der Plan war ein Plan, der einmal gelungen war. Es war folgendes: Hugo machte eine Schleimschicht. Darauf legte er ein leicht anzündbares Material. Dann versteckten sie sich hinter Steinen. Dann kam Zargorot. Tom zündete den Kreis an und Hugo lenkte ihn ab. Kümmelsaft schlug ihn durch. Sie werden vom Noah die Gefolgschaft.

Hurra! Sie feierten alle!!! 

Saturday, 25 July 2015

Die offizielle Erklärung der Maria M.

Hiermit kündige ich 
endgültig und zum schnellstmöglichen Termin meine freiberufliche Tätigkeit in der Mission Schwarz. Ich erkläre mich bereit nie wieder schwarz zu fahren und versichere ab sofort für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel rechtmäßig zu bezahlen.

 25.07.2015

Maria M.

Friday, 24 July 2015

Herzlich neugierig

Der Vertrag ist angekommen. Endlich! Und ich war tatsächlich ein bisschen überrascht über den Brief:

Herzlich willkommen in unserem Team... Wir wünschen Ihnen einen guten Start... und vor allem: viel Spaß bei der Arbeit.

Mit so einer netten Begrüßung hatte ich nicht gerechnet und es hat mich wirklich sehr gefreut. 

Allerdings gab es noch eine Überraschung: ich muss einige Personalunterlagen abgeben und zwar nicht gerade wenig. Ich dachte, ich muss nur unterschreiben und ihnen meine Bankverbindung angeben. Aber nein, der öffentliche Dienst ist wohl ziemlich neugierig. Die wollen ganz schön viel über mich wissen.

Ich muss einen Nachweis über die Mitgliedschaft in meiner Krankenkasse, Kopien von Sozialversicherung, Identifikationsnummer, Schwerbehindertenausweis, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden der Kindern und einen Nachweis über die polizeiliche Führung. 

Was??? Wie bitte??? Die wollen ein polizeiliches Führungszeugnis von mir?! 

Ausgerechnet von mir, einer freiberuflichen Schwarzfahrerin! Und das auch noch so kurz nach dieser besonderen Begegnung mit meiner entfernten Kollegin! Da kam sofort das schlechte Gewissen in mir hoch. 

Da muss ich noch eben mal schnell was erledigen... (Bericht folgt demnächst)

Monday, 20 July 2015

Neuigkeit!

Wir hatten eine tolle Woche, mit Terminen und Festen, Regen und Sonne, Geburtstag und Konzert, mit alten und neuen Nachbarn, Freunden und Familie.

Und besonders gut habe ich mich gefühlt, weil ich noch eine wunderbare Nachricht erhalten habe. Ich habe tatsächlich die Zusage für den Job beim Studentenwerk bekommen. Und das obwohl Florian im Gottesdienst doch keine Fürbitte für mich gehalten hat.

ICH HABE EINEN JOB!!!!

Im September fange ich an. Ein neuer Start, eine neue Zeit, eine neue Chance. Ich freue mich!

Bis dahin werde ich noch mit den Kinder und der Familie die Sommerferien - und natürlich auch zwei Wochen Urlaub mit Florian - genießen.

Jetzt will ich so schnell wie möglich den Vertrag unterschrieben, damit ich es schwarz auf weiß habe:

ICH HABE EINEN JOB!

Aber beim Öffentlichen Dienst muss ich mich wohl noch ein bisschen auf den Vertrag gedulden. Gute Mühlen malen langsam... 

Thursday, 16 July 2015

Eine klitzekleine Bitte für die Fürbitte...

Jetzt ist noch ein Tag vergangen und ich habe immer noch keine Antwort vom Studentenwerk bekommen.

Morgen ist Theas Abschiedsgottesdienst aus dem Kindergarten. Ich habe im Internet ein bisschen über Fürbitten recherchiert und 
auch schon was dabei gelernt. Man sagt da nicht "lieber Gott" sondern "guter Gott". 

Außerdem habe ich für Florian ein paar Fürbitten gefunden, die auch ich guten Gewissens sagen würde. Vielleicht könnte er noch eine klitzekleine Fürbitte für mich einbauen. So nebenbei und möglichst unauffällig...

Variante 1:
Guter Gott, gib uns Eltern das Gespür, dass wir die Probleme unserer Kinder rechtzeitig sehen und dass wir ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite stehen

...und schenk Theas Mutter einen Job.

Variante 2:
Guter Gott, 
wir bitten dich für uns Eltern, dass wir immer genügend Kraft und Liebe haben, um unsere Kinder auf ihrem Weg zu begleiten und schenk unseren Kindern die Freude am Lernen
...und Theas Mutter einen Job.

Variante 3:
Guter Gott, wir bitten dich für unsere Kinder, dass sie mit viel Offenheit und Lebensfreude auf andere Menschen zugehen können und in ihrem neuen Lebensabschnitt gute Freunde und Freundinnen finden
...und schenk Theas Mutter einen Job.

Variante 4:
Guter Gott, wir bitten dich für unsere Kinder, dass sie Mut haben mögen. Den Mut, im Leben eigene Wege zu gehen, egal ob ihr Weg eben ist oder ob er Stolpersteine bereithält
...und schenk Theas Mutter einen Job.

Variante 5:
Guter Gott, bitte schenk uns die Kraft und Geduld, dass wir unseren Kindern bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeiten beistehen können und sie mit ihren kleinen und großen Sorgen immer zu uns kommen können
...und schenk Theas Mutter einen Job.

Mal sehen, für welche er sich entscheidet.

Wednesday, 15 July 2015

Und alles nur aus Liebe...

Gestern haben sie mich im Kindergarten angesprochen, ob Florian beim Abschiedsgottesdienst nicht eine Fürbitte halten könnte. Ich hätte beinahe angefangen zu lachen. Dass ausgerechnet er angesprochen wird, ist wirklich ulkig. 

Florian und ich glauben schon lange nicht mehr an Gott, und hatten eigentlich überlegt, ob wir aus der Kirche austreten. Doch weil sowohl der Kindergarten als auch die Schulkindbetreuung von einem kirchlichen Trägers organisiert werden, haben wir uns dagegen entschieden.

Das Grinsen kann ich mir beim Gedanken daran jetzt immer noch nicht verkneifen. Er ist ein toller Papa und konnte Thea zu Liebe natürlich nicht nein sagen. Ich freue mich drauf, zu sehen, wie er, der überzeugte Atheist, in der Kirche mit dem lieben Gott spricht.


Und ich bin froh, dass sie mich nicht gefragt haben. Ich hätte auch nicht nein sagen können. Aber ich hätte mich auf jeden Fall ziemlich komisch gefühlt, wenn ich den lieben Gott, an den ich nicht glaube, direkt ansprechen muss - und mir auch noch ganz viele Leute und Noah und Thea dabei zugucken. 

(Aber auch ich muss in der Kirche auf die Bühne...)

Tuesday, 14 July 2015

Wartezeit und Zeitvertreib

Jetzt habe ich schon die Küche, die Kinderzimmer und das Wohnzimmer aufgeräumt, die Küche und die Bäder geputzt, die Böden gesaugt und gewischt. Sogar den Backofen hab ich geputzt, im Wäschetrockner den Luftweg gereinigt und auf dem Sofa im Flur ein paar Flecken entfernt. 

Und habe immer noch nichts vom Studentenwerk gehört.

Ich bin nervös. Ich würde mich so freuen, wenn es keine Absage ist.

Saturday, 11 July 2015

Ein Lichtblick...

Ich hatte seit langem mal wieder ein Vorstellungsgespräch. Gesucht wird eine Sachbearbeiterin für den Servicepoint eines Studentenwerks, also eine Teilzeitstelle im Öffentlichen Dienst. 

Es war ein sehr angenehmes und nettes Gespräch und ich glaube ich habe auch einen ganz guten Eindruck gemacht. Es waren vier Personen, die Personalleiterin, die Leiterin für die Abteilung, in der ich arbeiten würde, ein Betriebsrat und die Gleichstellungsbeauftragte, die auch für die Schwerbehinderten zuständig ist. 

Als erstes haben sie sich vorgestellt und dann hat mich die Personalleiterin gleich gefragt, wieso ich mich, mit meinen recht hohen Qualifikationen für so eine recht einfache Stelle beworben habe. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was ich geantwortet habe, aber jetzt denke ich, hätte ich es anders sagen sollen. Ich hätte sagen sollen, dass ich das war ich früher gemacht habe, also PR und Öffentlichkeitsarbeit, durch meine schwere Krankheit jetzt nicht mehr machen kann - also jetzt was anderes suche.

Aber das Gespräch war gut, ich habe einen ausführlichen Lebenslauf - mit meiner Hirn-OP - erzählt und ich würde die Stelle auch wirklich gerne machen. Es ist eine recht einfache Arbeit. Als erster Anlaufpunkt in einer Etage die Studenten an die richtige Person weiterleiten, Anträge annehmen und überprüfen, ob alle Unterlagen dabei sind, einfache Fragen beantworten. Das ist zwar recht einfach, aber es ist auch für das Studentenwerk etwas ganz neues und ich wäre am Servicepoint alleine. Das ist ein kleiner Haken für mich. Ich fände es besser jemanden neben mir zu haben, den ich fragen kann, der mich ein bisschen überwacht. Aber das werden Sie zu Beginn auch mit mir machen und ich traue ich mir durchaus zu. Ich brauche einfach nur eine gute Einarbeitung und Verständnis dafür, warum ich vielleicht öfters nachfrage. Deshalb wäre ich auch gerne bereit, schon in den Sommerferien anzufangen zu arbeiten. Wir müssten die Kinderbetreuung dann ein bisschen anders organisieren, aber das ist kein großes Problem.  

Doch leider war das nur ein Vorstellungsgespräch... Außer mir sind sechs andere Bewerber eingeladen worden, davon auch noch zwei oder drei Schwerbehinderte. Das hat mich ein bisschen überrascht und auch enttäuscht. Ich dachte meine Schwerbehinderung wäre - besonders im Öffentlichen Dienst - ein kleiner Vorteil den "normalen" Bewerbern gegenüber. Aber das denke wohl nicht nur ich, sondern auch noch andere Schwerbehinderte, die einen Job suchen. 

Am Dienstag bekomme ich eine Antwort. Ich bin gespannt.


Thursday, 9 July 2015

Mission schwarz: gescheitert!

Es ist passiert. Ich bin heute beim schwarzfahren erwischt worden. 

Ich hatte noch überlegt, ob ich schwarzfahre oder nicht, denn es war ein recht kritischer Zeitpunkt. Aber ich dachte: sei kein Feigling! Und dann habe ich es wieder getan. Auf der Hinfahrt zur Bibliothek (um die von den Kindern ausgeliehenen Spiele zurückzugeben) hatte ich eine 10-Karte auf der falschen Seite gestempelte Karte und dann auf der Rückfahrt noch einmal auf der richtigen Seite gestempelt. 

An der zweiten Haltestelle kamen zwei Kontrolleure in den Bus und die eine Frau hat meine Karte angeguckt und umgedreht. Und dann war es soweit... 

Aber es ging ganz schnell und war mir gar nicht peinlich. Glücklicherweise hatte ich genug Bargeld dabei und die Kontrolleurin fragte nicht nach meinem Namen. Sie war überaus freundlich und verständnisvoll und hat mir einfach eine gültige Fahrkarte ausgestellt. 

Sie kostete allerdings 40 Euro. Und man könnte sie auch Bußgeld nennen.

Monday, 6 July 2015

Pro und Contra, Teil- und Vollzeit

Am Freitag habe ich wieder mit meiner Beraterin von der Rentenversicherung telefoniert und noch einmal mit ihr über meinen Antrag für eine Weiterbildung als Bürokauffrau gesprochen.

Sie sagte, dass von der Rentenversicherung eine Weiterbildung eigentlich nur in Vollzeit genehmigt wird. Das heißt, dass ich den Weiterbildungskurs zur Teamassistentin, für den ich mich inzwischen fast schon entschieden hatte, gar nicht machen kann. Denn der ist in Teilzeit.

Allerdings hatte ich mir schon einen anderen Kurs angeschaut, hatte mich aber eigentlich schon gegen ihn entschieden. Er ist nämlich in Vollzeit, was für mich mit den Kindern viel schwieriger und sehr anstrengend ist. Außerdem finde ich ihn für mich inhaltlich auch nicht so geeignet. Der Weiterbildungskurs nennt sich "kaufmännisches Trainingszentrum" und beinhaltet Bürotätigkeiten und SAP. 

Das ist schon sehr reizvoll für mich, aber es ist auch ein 6wöchiges Praktikum und eine Bewerbungstraining-Phase dabei. Das macht mich ein bisschen skeptisch, denn Bewerbungstraining habe ich schon mehrmals gemacht und sechs Wochen Praktikum finde ich vor allem nach meiner Gehirn-OP zu kurz. So schnell kann ich mich nirgends einarbeiten, und selbst wenn, ist es schnell wieder vorbei. Außerdem erinnert es mich auch ein bisschen an die Maßnahme, die ich letztes Jahr gemacht habe. Noch einmal will ich nicht auf der Schulbank sitzen und alles "nachholen". Ich möchte lieber wirklich lernen - studieren - in einer Weiterbildung meine Bürotätigkeiten erweitern und zum Schluss ein Zertifikat haben, in dem schwarz auf weiß steht, dass ich im Büro arbeiten kann. 

Ich habe in einem langen Telefongespräch meiner Beraterin ganz viele Argumente für die Teilzeit-Weiterbildung genannt und sie wirkte recht verständnisvoll. Schließlich hat sie gesagt, dass sie meinen Wunsch nach der Teilzeit-Maßnahme - mit meinen Argumenten  - an den Bund weiterleiten wird. Sie kann mir aber nicht versprechen, dass mir die Teilzeit-Weiterbildung genehmigt wird oder ob ich nur die in Vollzeit machen darf. Also muss ich wohl abwarten. 

Aber das Abwarten spielt mir eigentlich ganz gut in die Karten, denn das kaufmännische Training beginnt schon Mitte August und für den September bräuchte ich dann schon einen Praktikumsplatz. Das so schnell organisiert zu kriegen, wenn ich es jetzt noch nicht mal genehmigt bekommen habe, ist sehr unrealistisch. Dieses Argument fand sie wirklich sehr einleuchtend. Die Weiterbildung als Teamassistentin fängt erst im September an. Direkt nach den Sommerferien. 

Genau der richtige Zeitpunkt für einen neuen Start.

Wednesday, 1 July 2015

Ganz hohes Hoch!

Ich habe gerade mit meiner Beraterin von der Rentenversicherung gesprochen und es gibt sehr gute Neuigkeiten. 

Sie hat mir gesagt, dass der ärztliche Befund recht positiv ist und ich jetzt nur noch wenig Einschränkungen bei den Arbeitstätigkeiten habe - fast gar nichts mehr. Das heißt, dass ich sowohl für Bürotätigkeiten als auch für den Verkauf geeignet bin. Ich kann mich also bewerben auf was ich möchte. Außerdem werden mir auch Weiterbildungsmaßnahmen genehmigt. Und wenn ich eine Weiterbildung mache, bekomme ich dafür auch wieder Übergangsgeld und Haushaltshilfe bezahlt! 

Das ist so unglaublich positiv, dass ich mir jetzt gleich eine 300g Tafel Milka NussNougat gönne, und danach das schöne Wetter genieße und schwimmen gehe. 

Ich finde es ja schon toll, dass ich einen positiven ärztlichen Befund bekommen habe und dass mir die Weiterbildung genehmigt wird. Aber dass ich dafür wieder Geld bekomme, fühlt sich einfach noch viel besser an. (Besonders für unser neues Haus und den Garten!)

Aber ich muss mich erst noch entscheiden, was für eine Weiterbildung ich machen will und dann den Antrag stellen. Und eigentlich habe ich mir, erst wenn ich die Genehmigung schwarz auf weiß vor mir liegen habe, eine Schokolade verdient.

Nein, ich gönne mir jetzt gleich eine 300g Tafel Milka NussNougat, sozusagen als Stärkung für meine 1500m Schwimm-Bahnen.