Wednesday, 26 September 2018

Tapetenwechsel

Heute morgen habe ich nochmal in Bremen angerufen und nach einem Termin für die OP gefragt.

Ich habe mir aber für nächste Woche noch ein Vorgespräch geben lassen. Irgendwie habe ich doch das Bedürfnis noch etwas genauer darüber zu sprechen, was sie machen und auf was ich in der davor Zeit achten muss.

Mein Termin ist am Dienstag, 02.10. um 8.30 Uhr.

Danach kann ich mir dann dort einen konkreten Termin für die OP geben lassen. Die OPs haben eine Vorlaufzeit von spätestens vier bis sechs Wochen.

Das heißt dass ich spätestens um den 13. November operiert werde.

Ich versuche noch meine Familie zu überzeugen, mich nach Bremen zu begleiten.

Es sollen ja auch für Kinder ein paar nette Dinge zu sehen geben. Mich interessiert auch Bremerhaven...

Und ein bisschen Tapetenwechsel in den Ferien tut uns allen gut.

Tuesday, 25 September 2018

Bremen auf dem letzten Drücker

Letzte Woche Donnerstag habe ich gleich morgens um acht in der Augenklinik in Bremen angerufen und um einen Termin gebeten.
Mir wurde gesagt, dass ich innerhalb von drei Werktagen zurückgerufen werde.
Heute ist der dritte Werktag und um zwanzig nach drei wurde ich immer noch nicht angerufen.
Muss es denn auf den letzten Drücker sein?
Ich muss doch diese Scheiß-OP planen!

Monday, 24 September 2018

Trister Tag und triste Maria

Heute ist ein trister Tag. Grauer Himmel, Regen, kalt. Und genauso fühle ich mich.

Am Freitag war ich bei Hugendubel und habe eine Buchhändlerin angesprochen.

Ich habe sie einfach gefragt, ob sie nicht einen Buchtipps-Adventskalender machen können. Einfach ein kleiner Tisch, auf dem jeden Tag ein Buch mit einer Buchempfehlung, ausgestellt wird. Zum Schluss 24 Bücherstapel mit 24 Tipps.

Die Frau fand meine Idee richtig gut und hat gesagt, dass sie das mit ihren Kollegen und Kolleginnen besprechen wird.

Ich wollte ihr noch sagen, dass ich gerne mitmachen würde, dass ich die Buchtipps für sie schreiben könnte. Aber dazu hatte ich keine Gelegenheit.

Und selbst wenn sie meine Idee tatsächlich verwirklichen würden. Wieso denn mit mir?

Da sind doch Buchhändler! Die kenn sich doch damit aus! Die arbeiten jeden Tag mit Büchern! Die kennen alle Neuerscheinungen! Und die könnten das Lesen und Rezensionen schreiben auch noch unter auch aufteilen!

Ich wäre völlig überflüssig! Höchstens die Bücher kaufen, dafür könnten sie mich gebrauchen!

Das macht mich fertig. Ich wäre so gerne "Kultur-Schaffende" und nicht nur "Kultur-Konsumentin".

In der Buchhandlung hab ich versagt, das Theater hat auf meine Initiativbewerbung überhaupt nicht reagiert und mit meiner Idee kann ich überhaupt nichts anfangen.

Friday, 21 September 2018

Mario und mein Sohn

Heute habe ich die Herbstferien Betreuung für Noah und Thea resorbiert.

Thea macht bei einem Workshop: "be a movie star" mit. Ein kostenloses Angebot der Friedenskirche, bei dem sie in vier Tagen kennenlernen sollen, wie man einen Film macht, und in dem man schnuppern kann, was einen mehr gefällt: Regiseur, aus Schauspieler, Kameramann... Thea ist vor allem begeistert, weil sie sonst in die Ferienbetreuung ihr Schuki gehen müsste und weil eine andere Freundin mitmacht.

Noah macht in einem Fußballcamp mit, was hat er schon in den Sommerferien 2018 und 2017 und in den Herbstferien 2017 und 2016 gemacht hat. Selbstverständlich hat er wieder Lust darauf!

Und selbstverständlich kostet es wieder 145 Euro. Und selbstverständlich ist in diesem Preis wieder eine Trinkflasche, eine Brotbox und ein Trikot inbegriffen. Diese Trinkflaschen und Brotboxer gegen mir inzwischen auf den Keks. Wo sollen die denn alle verstaut werden?

Die Trikots sind eigentlich hat nicht schlecht, da er ja noch wächst und man sie auch noch individuell beglücken lassen kann.

Nun haben aber schon zwei Trikots mit  der Bezeichnung: NoNo 18. (Sein Spitzname und sein Geburtstag). Die passen beide noch. Er hatte aber keine neue Idee.

Aber ich heute Nacht: Mario Gomez.

(Wann ist sein Geburtstag?)

Thursday, 20 September 2018

Alea iacta est!

Der Termin gestern in der Augenklinik war kurz und knapp.

Anmeldeblatt ausfüllen, Tropfen in die Augen, zwei Untersuchungen, ein Gespräch, die gleiche Antwort wie in Bremen.

Der Arzt war sehr nett. Er hat gesagt, er kennt die Klinik und die Ärzte dort. Er kann sie mir empfehlen. 

Ich soll die OP nicht vor mich hin schieben. Ich soll sie dieses Jahr noch hinter mich bringen.

Wednesday, 19 September 2018

Wie man Schnäppchen macht

Auf den Weg in die Augenklinik war ich etwas früh dran und vertrieb mit dir Zeit bis zur Abfahrt und entdeckte einen liebevollen Schuhladen.
Und da ich jetzt eigentlich keine Sommerschuhe mehr brauche habe ich natürlich was gefunden.
Nichts besonderes, der Preis weder günstig noch teurer. Doch was mich ansprach war die Farbe. Blaue Riemchenschuhe. Schick, aber nicht zu sehr, mit Absatz, aber nicht zu hoch - und dann auch noch bequem.
Also ging ich an die Kasse. Der Mann, sehr nett und sehr schwul, fummelte an dem einen Schuh rum. Ständig piepte er.
Verkäufer: So kann ich ihn nicht verkaufen.
Ich: Wie bitte?
Verkäufer: Der piept ständig.
Ich: OK. Haben sie denn noch eingefallen anderen in der Größe?
Verkäufer: Nein, das ist der letzte.
Ich: Ja, dann lassen sie mich doch einfach geh, obwohl es piept.
Verkäufer: aber dann piept es sich ständig wenn sie aus Läden raus gehen, die die gleichen Alarmsysteme haben.
Ich: Naja...
Ich überlegt ein bisschen. Aber ich fand ich es nicht so schlimm, wenn es mal an einen Ein- bzw. Ausgang piept. Selbst in einem anderen Schuhladen merkt man doch dann, dass ich kein anderes Paar Schuhe anhabe. Oder die Schule benutzt sind...
Verkäufer: Ich könnte Ihren höchstens mit etwas Preisnachlass entgegen kommen.
Damit war ich natürlich vollkommen einverstanden!
Ich: Tja, das ist ja schon irgendwie doof, wenn es wegen dieser Schuhe ständig piept und mich alle Leute angucken....
Verkäufer: Ja, das kann ich verstehen, das ist unangenehm.
Ich: Aber schön sind sie ja...
Verkäufer: Mit fünf Euro könnte ich ihnen entgegen kommen.
Ich: Also gut, für 10 Euro weniger nehme ich sie.
Verkäufer: Okay, einigen wir uns auf sieben.
Ich: Einverstanden.
Danach hab ich die Schuhe angezogen und bin ich gleich in die nächsten Läden gegangen.
dm Drogerie: kein Piepen
Rewe: kein Piepen
Dänisches Bettenlager: kein Piepen
Schade eigentlich, ich stehe auch gerne mal im Mittelpunkt.

Tuesday, 18 September 2018

Die Angst ist wieder da

Es ist so weit. Morgen fahre ich in die Augenklinik. In eine neue Klinik um eine Zweitmeinung einzuholen.

Gerade habe ich die Unterlagen meiner letzten Behandlungen zusammen gesammelt - und natürlich auch ein bisschen reingeschaut. Das Loch ist sehr gut sichtbar. Die Wolke ist sehr gut sichtbar.

Ich glaube, das Gespräch wird eher darauf hinauslaufen zu besprechen, was und wie ich operiert werden soll.

Ich will nicht dahin. Ich habe Angst.

Friday, 14 September 2018

Woran man merkt, dass der Sommer vorbei ist...

Es ist soweit. Der Sommer ist vorbei.

Morgens stehen wir im Dunkeln auf und gehen im Dunklen schlafen. Das Schwimmbad hat geschlossen und es regnet ständig.

Und die Katzen sind wieder öfter im Haus.

Und gehen wieder drinnen wieder aufs Klo.

Und wir müssen wir Katzenklo putzen.

Scheiß Herbst (im wahrsten Sinne des Wortes)!

Ums Ski fahren drumrum...

Florian hat uns gestern Abend für die erste Osterferien Woche.einen Ski-Urlaub in Frankreich vorgeschlagen.

Noah und Thea könnten einen 6-Tage Skikurs machen und für Erwachsene gibt es 6- oder 3-tägige Kurse. Florian braucht natürlich keinen, aber ich könnte es gebrauchen. Außerdem habe ich auch schon ein paar mal gesagt, dass ich gerne mal einen Kurs machen würde. Aber ich habe gesagt: "mal". Jetzt wird es wohl ernst.

Noah und Thea sind natürlich begeistert. Ich nicht so richtig, ich brauche immer ein bisschen Überwindung. Wenn ich aber dann dabei bin, macht mir Ski fahren doch immer Spaß. Zumindest eine Weile.

Aber einen 6-Tage-Kurs mache ich auf keinen Fall. Man muss ja nicht übertreiben!

Und überhaupt müssen wir erst einmal abwarten, wie viel das kostet. Vielleicht komme ich ja noch mal drum rum....

Monday, 10 September 2018

Im Bus mit Noah, oder: mein Kind ist groß

Früher war das Busfahren mit den Kindern manchmal ganz schön anstrengend und peinlich.

Das ständige Geplapper und Geschrei. Oder Sprüche wie: meine Mutter hat einen Goldzahn. Oder: Guck mal, der dicke Mann da hinten.  

Jetzt ist es anders.

Noah und ich haben uns heute zufällig auf unseren Nachhausewegen im Bus getroffen.

Als er einstieg saß ich schon drin und las. Er setzte er sich zu mir und packte aus Anstand sein Handy nicht aus. Aus Anstand packe ich mein Buch wieder ein, und versuchte mich mit ihm zu unterhalten.

Das war nicht so einfach.

Ich: Hey, schön dass wir uns mal treffen.
Noah: Hmmm.
Ich: Und, geht's dir gut?
Noah: Hmmm.

Pause.

Ich: Wie war es denn in der Schule?
Noah: Wie immer.
Ich: Und was ist: wie immer?
Noah: Ganz okay.

Er guckt aus dem Fenster.

Ich: Und habt ihr Hausaufgaben?
Noah: Ja.
Ich: Und? Gemacht?
Noah: Naja.
Ich: Was ist naja???
Noah: Muss noch Mathe fertig machen.

Pause.

Ich: Und was hast du heute gegessen?Noah: Drei Mal darfst du raten.
Ich: Pizza?
Noah: Nein
Ich: Lahmacun?
Noah: Bingo.

Er grinst und guckt aus dem Fenster.

Pause.

Mir fällt nichts mehr ein.

Ich: An was denkst du?
Noah: An nichts.
Ich: Mensch Noah, jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen... !
Noah: Oh Mama, ich will jetzt aber
nicht im Bus mit dir über meine eigenen Gedanken sprechen!

Alles klar.

Jetzt ist es anders rum. Jetzt ist es ihm peinlich mit der Mutter im Bus zu sitzen.